Windpark Utgast: Bericht im “Anzeiger für Harlingerland” mit Lücken

Halbierter Mäusebussard im Windpark Utgast, Foto (C): Manfred Knake

Über das Repowering im Windpark Utgast wurde sowohl auf der WebSeite des Wattenrates Ostfriesland als auch hier im Holtgast-Blog ausführlich berichtet. Die Lokalpresse ignorierte diese Entwicklung bisher. So muss z.B. vor (!) der Genehmigung neuer Anlagen eine umfassende Flora-Fauna-Habitat-Verträglichkeitsprüfung (FFH-VP) mit den Auswirkungen auf das angrenzenden Vogelschutzgebiet stattfinden; der Erhaltungszustand darf sich nicht verschlechtern. Das schreibt das Bundesnaturschutzgesetz so vor. Die Untersuchungen im Auftrag der Investoren werden von einem Planungsbüro durchgeführt. Diese FFH-VP liegt in einem Umweltbericht des Büros Thalen-Consult in Neuenburg seit 2009 vor. Ob diese FFH-VP den tatsächlichen fachlichen Anforderungen entspricht, ist eine ganz andere Frage und kann durchaus bezweifelt werden. Weiterlesen

Verkehrssicherheit in Holtgast: Gerüchte und Tatsachen

Gerüchte reisen schnell und halten sich hartnäckig, und nicht immer ist was dran. Ich habe mein Ohr dicht „am Volk“ und höre so manches über „den Knake“, der „gegen alles ist“ oder „sich überall einmischt“. Aktuell höre ich Kritik an der  „10km/h“-Regelung vor der Grundschule in Holtgast, an der wer?, natürlich ich!, „schuld“ sein soll. Wer verbreitet solchen Unsinn? Kommt das aus dem Rat der Gemeinde, der sich einen Sündenbock für so manche verfehlte Entscheidungen sucht? Weiterlesen

Umgehungsstraße Bensersiel/Stadt Esens, Neuauslegungsverfahren zum Dritten

Umgehungsstraße Bensersiel/Stadt Esens zum Dritten: Das ist seit 2014 der dritte Anlauf für ein Neuabgrenzungsverfahren des Landkreises Wittmund, um die illegal gebaute Straße im EU-Vogelschutzgebiet nachträglich „passend“ zu machen, was rechtlich fragwürdig ist. Bei der letzten Auslegung für das Neuabgrenzungsverfahren fehlte im Kartenwerk wundersamerweise die Trasse der Umgehungsstraße, um die es eigentlich geht, völlig. Sie war gar nicht eingezeichnet, obwohl sonst der kleinste Feldweg auf der Karte nicht fehlte. Das trickreiche Gezerre um die nachträgliche Genehmigung, die der Stadt Esens enorme Rückbaukosten und die mögliche  Erstattung öffentlicher Mittel in mehrfacher Millionenhöhe ersparen soll, geht nun weiter. Weiterlesen

Windenergie: Das Märchen vom 1:2 Repowering in der Samtgemeinde Esens

Samtgemeindedirektor Harald Hinrichs, SG Esens/LK Wittmund/NDS, hat auf meine Anfrage zum vorgeblichen Repowering-Konzept in der Samtgemeinde Esens “1:2″ (Abbau von zwei Altanlagen für eine neue, repowerte Anlage) vom 18. Februar 2016 geantwortet, das Bezugsschreiben weiter unten. Mein Leserbrief zur Sache wurde weder vom   „Ostfriesischen Kurier“ noch vom „Anzeiger für Harlingerland“(auch nicht nach schriftlicher Erinnerung) abgedruckt. Die Öffentlichkeit wird wieder einmal hinters Licht geführt (siehe  auch “Ein Hauch von Sizilien”)! Weiterlesen

Sonnenaufgang in Holtgast: Scheiße auf Eis

Holtgaster Morgenstimmung: beißender Gestank und Scheiße auf Eis, Foto (C): Manfred Knake

Morgenstund` hat Gold im Mund?

Holtgast, 01. März 2016, morgens um 07.45 Uhr bei – 05 °C: Ausbringung von Gülle auf gefrorenen, überreiften Boden mit beißendem Gestank. Dabei können Sonnenaufgänge so schön sein… Weiterlesen

Der Asphalt-Cowboy – staatliche Nachsicht für Jürgen Max Johann

Hat Moorwegs Bürgermeister Jürgen Schröder, CDU, (Samtgemeinde  Esens im Landkreis Wittmund) einen Amtsbonus bei der Strafverfolgung
bekommen? Die jetzt erfolgte Einstellung des Verfahrens wegen illegaler Asphaltentsorgung gegen ihn durch die Staatsanwaltschaft in Aurich hatte ja schon eine längere Vorgeschichte: “Den Ermittlungen vorausgegangen waren drei Aufforderungen der Unteren Abfallbehörde des Landkreises, das Bitumen sachgerecht zu entfernen. Bei einem ersten Ortstermin Anfang Mai wurde die Gemeinde das erste Mal aufgefordert, berichtet Ralk Klöker, Pressesprecher des
Landkreises Wittmund. Erst Ende August wurde Vollzug gemeldet und bei
einem Ortstermin erneut überprüft.”, so ein Bericht in der Ostfriesen
Zeitung bereits am 30.09.2015.

Das ist mindestens eine Ordnungswidrigkeit, die der Landkreis als Naturschutz- oder Abfallbehörde hätte ahnden können, aber bei dieser Menge schon eher eine Straftat. Was wäre wohl auf einen “Normalbürger” zugekommen, der mehr als eine
Tonne Restasphalt im Wald “verklappt” hätte und der der Aufforderung, diesen wieder zu entfernen, nicht unverzüglich nachgekommen wäre?

Jürgen Lohs aus Moorweg hat´s kommentiert: Weiterlesen

Schneewinter 1978/79

Thunum, Februar 1979, auf dem Gipfel einer Schneewehe, Foto: Manfred Knake

Vor 37 Jahren, im Februar 1979, legte die “Schneekatastrophe” auch in Ostfriesland das öffentliche Leben weitgehend lahm. Damals wohnte ich mit meinem Sohn in Thunum. Zunächst hatten wir Mühe, das völlig eingeschneite Haus zu verlassen. Ich musste mich zunächst wie ein Maulwurf von der Tür bis zur Auffahrt freischaufeln. Sohnemann genoss das Klettern und Rutschen auf den hohen Schneewehen im Ort. Als dann ein Fahrverbot ausgesprochen wurde, machte ich mich in meinem Bundeswehr-Reservistenklamotten und Rucksack zu Fuß nach Esens auf, um für einen Nachbarn und mich Lebensmittel einzukaufen. Die Landwirte, die die Milch ihrer Kühe nicht abtransportieren konnten, lagerten die Milch in den zur Verteilung bereitstehenden nagelneuen schwarzen Plastikmülltonnen.

„Werte und Wahrheit“ ?…oder Pippi Langstrumpf ist überall

„Werte und Wahrheit“ ?… oder doch nur Dichtung und Wahrheit? Die Flüchtlingsdebatte hat die Niederungen der ostfriesischen Provinz erreicht, mit einigen bemerkenswerten Facetten, die dazu beitrugen, die bekannten „Rechts-Reflexe“ auszulösen. Es begann am 30. Januar 2016 mit dem Wochenendkommentar des Redaktionsleiters der Lokalzeitung „Anzeiger für Harlingerland“ in Wittmund, Klaus-Dieter Heimann, der in „Werte und Wahrheit“ auf die „Hassbotschaften, Fremdenhetze, Beleidigungen, Vorverurteilungen“ in der Flüchtlingsdiskussion einging und beklagte, dass der Redaktion „unterstellt“ werde, „gewisse Nachrichten aus bestimmten Grund zu unterdrücken“. Herr Heimann verwies auf den Pressecodex des Deutschen Presserates und zitierte daraus: „Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse“, und Heimann weiter: „Sogar die direkte Einflussnahme von Polizei und Politik wird vermutet.“ Ob in Wittmund manipuliert wird, kann ich nicht beurteilen, vielleicht nur ahnen. Weiterlesen