Schluss mit lustig: Landeigentümer fordert Rückbau der Umgehungsstraße Bensersiel

Screenshot-Bildzitat: Umgehungsstraße Bensersiel am falschen Ort, Weser-Kurier, 03. Juni 2015, Foto: Albers

Der Dortmunder Landeigentümer und erfolgreiche Kläger gegen den „Schwarzbau“ der Umgehungstrasse Bensersiel im Landkreis Wittmund geht nun massiv gegen die Stadt Esens vor. Eine Kanzlei aus Hannover fordert mit Schreiben vom 24. September 2015 den Esenser Stadtdirektor Harald Hinrichs dazu auf, den Straßenabschnitt auf den betroffenen Flächen des Eigentümers zurückzubauen und seine überbauten landwirtschaftlichen Flächen bis zum 30. Oktober 2015 wiederherzustellen: Weiterlesen

Zum Vierten: Eichenfällskandal in der Eekenstraat: Bürgermeister Ihnen hält alles für rechtens

Foto (C): Manfred Knake

Heute im Anzeiger für Harlingerland die 1:1-Berichterstattung zum Holtgaster Eichenfällskandal. „Copy and Paste“ hat die Zeitung den Rechtfertigungsversuch von Bürgermeister Ihnen übernommen. Auf der Gemeinderatssitzung am 20. Mai 2015 hieß es noch, es werde eine gemeinsame Stellungnahme der Gemeinde mit dem Landkreis Wittmund geben, daraus wurde nichts, das musste der Bürgermeister selber machen. Vielleicht hat ihm ja ein Landkreismitarbeiter bei der trockenen Formulierung geholfen. Ihnens Begründung, nachfolgend abgedruckt, klingt schlüssig, ist es aber nicht. Nur weil es eine Mehrheitsentscheidung gibt, musste die Zerstörung einer Wallhecke nicht rechtens sein. Das wissen die Esenser spätestens seit dem Desaster um die rechtswidrig gebaute Umgehungstraße. Da gab es auch Mehrheitsentscheidungen für die Umgehungsstraße. Papier ist bekanntlich geduldig. Weiterlesen

Zum Dritten: Anliegerversammlung zur Eichenfällaktion „Eekenstraat“

Beginn der Fällaktion am 04. Mai 2015, Foto (C): Manfred Knake

Es rauschte im lokalen Blätterwald ob der Eichenfällaktion ausgerechnet in der Eekenstraat. Für vier neue Bauplätze im geplanten Baugebiet „Oll Schoolpadd“ wurden mehr als zehn Stämme der alten und gesunden Eichen gefällt, in der Brutzeit. Es gab öffentliche Proteste der Anlieger. „Unser“ Bürgermeister Enno Ihnen lud daraufhin zu einer „Anliegerversammlung Eekenstraat/Hoog Warf“ [.pdf Eekenstraat_Holtgast_Einladung] am 19. Mai in der „Haltestelle“ ein, betreffend „Aufhebung der Wallhecke im BG Oll Schoolpadd“. Weiterlesen

Zum Zweiten: Eichenfällaktion in der Eekenstraat, fehlerhafter Umweltbericht: Wer ist verantwortlich?

Foto (C): Manfred Knake

Die rasante Eichenfällaktion für das neue Baugebiet „Oll Schoolpadd“ in der Eekenstraat in Holtgast schlug Wellen, die Anlieger sind aufgebracht, die Presse berichtete ausführlich (siehe unten).

Dreh- und Angelpunkt ist der „Umweltbericht“ ( hier als .pdf nachzulesen) der Gemeinde Holtgast zum Bebauungsplan Nr. 10 „Baugebiet Oll Schoolpadd an der Barkholter Straße”, der seinen Namen, weil absolut fehlerhaft, seinen Namen nicht verdient. Diesen Umweltbericht habe ich naturschutzfachlich zerpflückt und die Argumente an den Landrat des Landkreises Wittmund geschickt. Der Landkreis als Untere Naturschutzbehörde ließ in der Presse verlauten, er habe keine Ausnahmegenehmigung zum Fällen der alten Bäume erteilt, die aber -angeblich- auch gar nicht notwendig gewesen sei. Zuständig sei die Gemeinde Holtgast. Die Gemeinde Holtgast, namentlich der Bürgermeister Enno Ihnen, macht die Planungsgesellschaft GPL für das Fällen der Bäume verantwortlich. Meine Email an den Landrat des Landkreise Wittmund, Matthias Köring, blieb unbeantwortet; keiner ist, so der Eindruck, so richtig verantwortlich, das übliche Behördenversteck- und Ping-Pong-Spiel, wenn es mal wieder so richtig – und vor allem begründet – zur Sache geht. Weiterlesen

Frühling: ungeahnte Gewichte

Gespannmonster eines Lohnunternehmers zwängt sich durch den Brandshoff, Einmündung Feldweg.  Zulässiges Gesamtgewicht für die Straße: 6 t, Fahrzeuggewicht (voll beladen): 39 t! 23. März 2015

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!…

 reimte einst Eduard Mörike. Frühling auf dem Land erzeugt heutzutage ganz andere „Düfte“, es stinkt nach Gülle. Was mir auch stinkt: Dieses landwirtschaftliche Monstergespann, das die „wohlbekannten Düfte“, sprich Gülle aus der Massentierhaltung über das Land sprüht, wiegt voll beladen 39 t, leer 17 t. Die Straße dieser Wohnsiedlung, durch die sich dieses Ungetüm zwängt, ist für 6 t freigegeben. Weiterlesen

Ganz merkwürdige Gänsegeschichte….

Graugansmütter mit Kanadaganshybriden

Seit Jahren halten wir Gänse, Hühner und Enten, nicht zum Essen, sondern aus Spaß am Zusehen und wegen der Hühnereier. Aber auch Hausgeflügel lebt gefährlich, ganz ohne Kochtopf: Mal war es der Fuchs, der sich eine Gans holte und dabei ein Blutbad anrichtete. Der Habicht schlug auch regelmäßig zu und holte sich dann und wann ein Hühnchen. Die letzten bunten Enten, die frei fliegen konnten, wurden hinter dem Haus von Jägern erschossen, die mit ihren Jagdhunden an einer Kuhle des Apportieren übten. Weiterlesen

„De Ranger“: halbnackte Tatsachen

„Tittenbüx“ am Nationalpark-Schild (Symbolfoto: spätere und unvollständige Rekonstruktion)

„De Ranger“: halbnackte Tatsachen, die späte Rache up platt

Da es sich bei den damals Beteiligten um mindestens zwei Einwohner der Gemeinde Holtgast gehandelt hat, veröffentliche ich diesen Beitrag zur allgemeinen Erheiterung und zur Wahrheitsfindung auch in diesem Weblog:

Im „Anzeiger für Harlingerland“, Lokalzeitung im Landkreis Wittmund, erschien am 04. Juli 2014 ein Plattdeutsch-Döntje über einen „Ranger“, der „vor gut dreißig Jahren“ drei Badenden im Watt die Kleider weggenommen und angeblich hinterher wegen einer polizeilichen Anzeige „den Schwanz eingezogen“ haben soll. Den Beitrag können Sie ganz unten nachlesen. Böser „gröner Naturschützer“, und dazu noch ein „Zugereister“! Die Geschichte liest sich flott, wenn man plattdeutsch lesen kann, nur scheint die Vergangenheit doch den Schleier der geschönten Erinnerungstrübungen über das Erlebte gelegt haben, Wesentliches wird verschwiegen. Weiterlesen

Teurer Straßenausbau für die Anwohner: „Nützt ja nix“?

Brandshoff-Gewichtsbeschränkung 6t: Hier wird aber ständig mit bis zu 40 Gewichtstonnen durchgefahren, und an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält sich kaum jemand.

Der Rat der Gemeinde Holtgast will eine „Straßenausbaubeitragssatzung“ beschließen, das muss er nicht, das kann er, so das Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz. Anlieger sollen bei Straßenschäden zur Kasse gebeten werden, auch für Schäden, die sie gar nicht verursacht haben. Reparaturen sollen davon nicht betroffen sein, dafür aber die eventuell notwendig werdende Grundsanierung der Straßen. Systematisch werden in Holtgast einige Wohnstraßen durch schwerste landwirtschaftliche Güllegespanne zerfahren, dort, wo eigentlich eine 6t-Gewichtsbeschränkung gilt. Manchmal fahren diese Maschinenmonster tagelang durch die Wohnsiedlung, um auf die angrenzenden Ländereien zu kommen. Im Ortsteil Utgast donnern schwere Kieslaster von und zu einer nahegelegen Kiesgrube über den Strengeweg durch den Ort, gefährden die Anwohner und zerfahren die Straße. Weiterlesen

Heschanbau in Holtgast entdeckt

Heschernte

Holtgast, 01. April 2014. Bereits vor zwei Jahren wurde im benachbarten Fulkum eine Cannabisplantage in einer Scheune entdeckt und von der Polizei ausgehoben (die Lokalzeitungen berichteten ausführlich). Nun wurden auch in Holtgast nach einer anonymen Anzeige mehrere Quadratmeter Heschpflanzen (Aegopodium podagraria) in einem Garten entdeckt. Die Einsatzkräfte von Polizei und Zoll griffen in den frühen Morgenstunden zu und fertigten Beweisfotos an. Weiterlesen

Noch ein Windpark in Holtgast: Offener Brief an den Bürgermeister

Fulkum vor dem Windpark Utgast: „kleine “ Anlagen mit bis zu 100m Gesamthöhe

In Holtgast drehen sich bereits im Ortsteil Utgast auf 2 Quadratkilometern Fläche mehr als 50 Windkraftanlagen, ein lukratives Geschäftsmodell für die Betreiber, die damit vom „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) profitieren, das eine hohe Einspeisvergütung garantiert, die von allen Stromkunden mit der Stromrechnung zwangsweise per Gesetz bezahlt werden muss. Das treibt den Strompreis in Deutschland in ungeahnte Höhen. Die EEG-Zwangsabgabe beträgt derzeit 7,4 ct brutto pro verbrauchter Kilowattstunde. Ein mittlerer Haushalt mit 3.000 kWh/a Stromverbrauch bezahlt jährlich 223 Euro nur für die Einspeisung von Wind-, Solar- und Biomassestrom, zusätzlich zum Strompreis. Weiterlesen