Holtgast, „berühmt“…

Windpark Utgast. Gemeinde Holtgast Foto (C): Insa Bock

In der Lokalzeitung „Anzeiger für Harlingerland“ aus Wittmund werden derzeit in lockerer Folge Orte aus dem Harlingerland vorgestellt. Den Anfang machte Holtgast Neu-Bürgermeister Gerhard Frerichs – auch freier Mitarbeiter der Zeitung- in einer Eloge auf den Ort mit dem Artikel vom 20. Januar 2017: „Lebendiger Tourismus und intaktes Landleben“ (Holtgast_20Jan2017_AZH). Nun ja, leblose Touristen verirren sich wohl kaum in den Ort. Und ob das Landleben tatsächlich noch „intakt“ ist, wie uns Bürgermeister Frerichs weismachen will, ist anzuzweifeln: Die Industrielandwirtschaft macht auch hier die Böden und Gewässer kaputt, es stinkt oft erbärmlich im Ort. Auf den maroden Zustand einiger Straßen im Ort durch überschwere landwirtschaftliche Fahrzeuge, die einige Straßen und Wirtschaftswege zerfahren haben, will ich hier nicht näher eingehen, und auch nicht auf die unnötige Eichen-Abholzaktion für das Neubaugebiet „Schoolpad“ im Mai 2015.

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Landratswahl in Wittmund: der „dritte Mann“, der Parteilose

Landratskandidat Erwin Braun (r.) auf der Umgehungsstraße in Bensersiel, auf der kaum Verkehr ist.

Am 11. September 2016 ist Kommunalwahl. Es treten in Holtgast auch die wieder die zur Wahl an, die seit schon seit Jahren angetreten sind. Noch mehr Baugebiete sollen es werden, die Verkehrssicherheit soll verbessert und die Straßen saniert werden. Es gibt aber bereits genug zugebaute Flächen; in wenigen Jahren werden durch den „demografischen Wandel“ ohnehin viele Einfamilienhäuser zum Verkauf stehen. Die bessere Verkehrssicherheit und Tempo „50“ (gelbes Ortsschild) in der Ortsdurchfahrt der Landestraße wird von Einwohnern seit Jahren gefordert – und wurde von Bürgermeister Enno Ihnen (CDU, in Holtgast Freie Wähler Holtgast) stets mit dem Argument der „fehlenden Tiefenbebauung“ zurückgewiesen. Einige Straßen werden von überschweren landwirtschaftlichen Fahrzeugen häufig be- und zerfahren, ohne dass der Rat dagegen etwas Wirksames unternommen hat. Darüber wurde auf dieser WebSeite schon mehrfach berichtet. Wohlfeile Wahlsprüche also, alle fünf Jahre aufs Neue, die üblichen Absichtserklärungen, die später im Rat zerredet werden, wenn überhaupt geredet wird und der Bügermeister weiterhin den überwiegenden Alleinunterhalter macht, für mich „alternativlos“ nicht wählbar. Weiterlesen

Die Kandidaten: Jeder will Landrat werden – und wie sie vorgestellt wurden

Im Landkreis Wittmund wird es einen neuen Landrat geben. Der bisherige Landrat Matthias Köring, noch jung an Jahren, will sich verändern und in die sog. „freie Wirtschaft“ wechseln. Als Kandidaten für dieses Amt traten zunächst Holger Heymann (SPD, MdL) und der politisch bisher nicht in Erscheinung getretene Hendrik Schultz (CDU) an. Beide sind von Beruf Banker, ausgebildet bei der Oldenburgischen Landesbank (OLB). Heymann bringt politische Erfahrung mit, Schultz nicht; dafür war sein Vater Henning Schultz bereits Oberkreisdirektor und später Landrat des Landkreises Wittmund. Die Wahl soll am 11. September, am Tage der Kommunalwahl in Niedersachsen, stattfinden. Weiterlesen

„Kampf um die Windräder“: ARD-Fernsehbeitrag mit Bildern aus Holtgast


Am 01. August 2016 wurde ein bemerkenswerter Beitrag der Report-Mainz-Redaktion des Südwestfunks im 1. Fernsehprogramm gesendet: „Kampf um die Windräder“ (s.o., bitte den Pfeil im Bild anklicken). In aller Deutlichkeit wurden die Verflechtungen der Windkraftwirtschaft mit Kommunalpolitikern und dem angeblichen Naturschutzverband BUND beleuchtet, bis hin zu einer organisierten Demo in Berlin für den unveränderten Erhalt der Subventionen aus dem  Erneuerbare Energien Gesetz. Dafür wurden gezielt Mitarbeiter der Herstellerfirmen Vestas und Enercon während der Arbeitszeit mit vielen Bussen nach Berlin gefahren. Weiterlesen

Windpark Utgast: Bericht im „Anzeiger für Harlingerland“ mit Lücken

Halbierter Mäusebussard im Windpark Utgast, Foto (C): Manfred Knake

Über das Repowering im Windpark Utgast wurde sowohl auf der WebSeite des Wattenrates Ostfriesland als auch hier im Holtgast-Blog ausführlich berichtet. Die Lokalpresse ignorierte diese Entwicklung bisher. So muss z.B. vor (!) der Genehmigung neuer Anlagen eine umfassende Flora-Fauna-Habitat-Verträglichkeitsprüfung (FFH-VP) mit den Auswirkungen auf das angrenzenden Vogelschutzgebiet stattfinden; der Erhaltungszustand darf sich nicht verschlechtern. Das schreibt das Bundesnaturschutzgesetz so vor. Die Untersuchungen im Auftrag der Investoren werden von einem Planungsbüro durchgeführt. Diese FFH-VP liegt in einem Umweltbericht des Büros Thalen-Consult in Neuenburg seit 2009 vor. Ob diese FFH-VP den tatsächlichen fachlichen Anforderungen entspricht, ist eine ganz andere Frage und kann durchaus bezweifelt werden. Weiterlesen

Verkehrssicherheit in Holtgast: Gerüchte und Tatsachen

Gerüchte reisen schnell und halten sich hartnäckig, und nicht immer ist was dran. Ich habe mein Ohr dicht „am Volk“ und höre so manches über „den Knake“, der „gegen alles ist“ oder „sich überall einmischt“. Aktuell höre ich Kritik an der  „10km/h“-Regelung vor der Grundschule in Holtgast, an der wer?, natürlich ich!, „schuld“ sein soll. Wer verbreitet solchen Unsinn? Kommt das aus dem Rat der Gemeinde, der sich einen Sündenbock für so manche verfehlte Entscheidungen sucht? Weiterlesen

Umgehungsstraße Bensersiel/Stadt Esens, Neuauslegungsverfahren zum Dritten

Umgehungsstraße Bensersiel/Stadt Esens zum Dritten: Das ist seit 2014 der dritte Anlauf für ein Neuabgrenzungsverfahren des Landkreises Wittmund, um die illegal gebaute Straße im EU-Vogelschutzgebiet nachträglich „passend“ zu machen, was rechtlich fragwürdig ist. Bei der letzten Auslegung für das Neuabgrenzungsverfahren fehlte im Kartenwerk wundersamerweise die Trasse der Umgehungsstraße, um die es eigentlich geht, völlig. Sie war gar nicht eingezeichnet, obwohl sonst der kleinste Feldweg auf der Karte nicht fehlte. Das trickreiche Gezerre um die nachträgliche Genehmigung, die der Stadt Esens enorme Rückbaukosten und die mögliche  Erstattung öffentlicher Mittel in mehrfacher Millionenhöhe ersparen soll, geht nun weiter. Weiterlesen

Der Asphalt-Cowboy – staatliche Nachsicht für Jürgen Max Johann

Hat Moorwegs Bürgermeister Jürgen Schröder, CDU, (Samtgemeinde  Esens im Landkreis Wittmund) einen Amtsbonus bei der Strafverfolgung
bekommen? Die jetzt erfolgte Einstellung des Verfahrens wegen illegaler Asphaltentsorgung gegen ihn durch die Staatsanwaltschaft in Aurich hatte ja schon eine längere Vorgeschichte: „Den Ermittlungen vorausgegangen waren drei Aufforderungen der Unteren Abfallbehörde des Landkreises, das Bitumen sachgerecht zu entfernen. Bei einem ersten Ortstermin Anfang Mai wurde die Gemeinde das erste Mal aufgefordert, berichtet Ralk Klöker, Pressesprecher des
Landkreises Wittmund. Erst Ende August wurde Vollzug gemeldet und bei
einem Ortstermin erneut überprüft.“, so ein Bericht in der Ostfriesen
Zeitung bereits am 30.09.2015.

Das ist mindestens eine Ordnungswidrigkeit, die der Landkreis als Naturschutz- oder Abfallbehörde hätte ahnden können, aber bei dieser Menge schon eher eine Straftat. Was wäre wohl auf einen “Normalbürger” zugekommen, der mehr als eine
Tonne Restasphalt im Wald “verklappt” hätte und der der Aufforderung, diesen wieder zu entfernen, nicht unverzüglich nachgekommen wäre?

Jürgen Lohs aus Moorweg hat´s kommentiert: Weiterlesen

„Werte und Wahrheit“ ?…oder Pippi Langstrumpf ist überall

„Werte und Wahrheit“ ?… oder doch nur Dichtung und Wahrheit? Die Flüchtlingsdebatte hat die Niederungen der ostfriesischen Provinz erreicht, mit einigen bemerkenswerten Facetten, die dazu beitrugen, die bekannten „Rechts-Reflexe“ auszulösen. Es begann am 30. Januar 2016 mit dem Wochenendkommentar des Redaktionsleiters der Lokalzeitung „Anzeiger für Harlingerland“ in Wittmund, Klaus-Dieter Heimann, der in „Werte und Wahrheit“ auf die „Hassbotschaften, Fremdenhetze, Beleidigungen, Vorverurteilungen“ in der Flüchtlingsdiskussion einging und beklagte, dass der Redaktion „unterstellt“ werde, „gewisse Nachrichten aus bestimmten Grund zu unterdrücken“. Herr Heimann verwies auf den Pressecodex des Deutschen Presserates und zitierte daraus: „Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse“, und Heimann weiter: „Sogar die direkte Einflussnahme von Polizei und Politik wird vermutet.“ Ob in Wittmund manipuliert wird, kann ich nicht beurteilen, vielleicht nur ahnen. Weiterlesen

Esenser Ratiophobie, der Schultz-Affekt

Im Rat der Stadt Esens gibt es die CDU im Doppelpack: einmal die Gruppe „Bürger für Bürger-CDU“ u.a. mit dem Ratsherrn Erwin Schultz, und die „Neue CDU“, die eigentlich die alte CDU ist. Erwin Schultz als Verwaltungsfachmann legte sich mit den für die Steuerzahler teuren Politikinhalten der alten CDU, die nun die neue CDU ist, an, verließ diese und ist nun für die BfB-CDU tätig. Nur gelingt es der BfB-CDU nicht immer, ihre durchaus nüchterne und fachliche Arbeit auch in der Lokalzeitung unterzubringen. Jürgen Lohs aus Moorweg hat es kommentiert:

Prolog : Weiterlesen