Holtgaster Forschernachwuchs

Fabian und die Blindschleiche, Juli 2017, Foto (C): Manfred Knake

Fabian aus Holtgast hat das Zeug zum Naturforscher. Ständig ist er draußen und sieht sich nach allem um, das kreucht und fleucht. Kürzlich fand er eine Blindschleiche an einer viel befahrenen Straße. Beherzt setze er sie mit Hilfe eines Stocks in einen Eimer. Die Echse wurde anschließend im nahen Holtgaster Wald an einer sicheren Stelle wieder ausgesetzt. Blindschleichen sind keine Schlangen, sondern gehören zu den Echsen. Weil sie keine Beine haben, sehen sie wie Schlangen aus. Sie sind nicht giftig und auch nicht blind, der Name kommt kommt „blendend“ oder „blinkend“, wegen der typischen metallenen Farbe. Die Art ist geschützt und darf nicht in Gefangenschaft gehalten werden.

Holtgaster Kopfhornschröter, gefunden von Fabian, Juli 2017, Foto (C): Manfred Knake

Dann fand er in einem Baumstumpf einen besonderen Käfer – wer achtet schon auf solch eine kleine Rarität-, fast zwei Zentimeter lang, einen Kopfhornschröter, der fast so aussieht wie ein Nashornkäfer. Die erwachsenen Käfermännchen kämpfen mit ihrem auffallenden Kopfhorn tatsächlich um ihre Käferdamen. Diese Käfer sind streng geschützt. Fabian brachte den Käfer nach dem Fototermin sofort zurück an den ursprünglichen Fundort. Ich bin gespannt, was er in Zukunft noch alles anschleppen wird.

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