„Gegenwind Utgast“ nicht mehr zu erreichen…

Repowerter Windpark Utgast (Ausschnitt), bis zu 600m an die Wohnbebauung, Foto: privat

…aber einiges wurde vor dem Vergessen „gerettet“.

In Utgast hatte sich eine Initiative zusammengefunden, die gegen die gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch die Auswirkungen des Rotorenlärms im repowerten Windpark Utgast, Gemeinde Holtgast, vorgehen will. Derzeit ist es still um die Initiative geworden, der Lärm mit dem tieffrequenten Schall indes geht weiter. Aus bisher unbekannten Gründen ist die WebSeite von „Gegenwind Utgast“ nicht mehr erreichbar. Da auf der WebSeite wesentliche Beiträge zur Lärmbelastung und zu einer anstehenden Klage eines Betroffenen veröffentlicht wurden, die nun nicht mehr abrufbar sind, werden hier auf der Holtgast-Ostfriesland-Seite einige, nicht alle, „geretteten“ Beiträge erneut veröffentlicht. Weiterlesen

Rauchzeichen aus dem Windpark Utgast

Rauchzeichen aus Utgast, Mai 2017, Foto: privat

Im Windpark Utgast im Landkreis Wittmund wird derzeit „repowert“. Die abgängigen Tacke-Anlagen (TW-600) werden seit Monaten gegen die leistungsstärkeren – und lauteren – neuen Enercon E-70-Anlagen ausgetauscht. In der Bildmitte verabschiedet sich gerade eine Tacke mit schwarzem Rauch. Das alte Getriebeöl, das jahrelang aus Leckagen in den Turm gelaufen ist, entzündete sich bei den Schweißarbeiten am Stahlturm und wird hier gerade nicht ganz „fachgerecht“ entsorgt, mit dem weithin sichtbaren Rauchzeichen. Weiterlesen

Schilfmassaker im Schutzgebiet, Kraniche vertrieben

 

Kraniche bei der Balz auf einem Maisacker, im Hintergrund der Windpark Utgast, Holtgast, März 2014, Foto (C): privat

Das Landschaftsschutzgebiet Leegmoor in Holtgast/LK Wittmund grenzt direkt an das Naturschutzgebiet Ochsenweide (Natura-2000-Gebiet, EU-Schutzgebiet) an. Seit einigen Jahren werden in diesem Bereich von Februar bis in den Sommer Kraniche gesehen und gehört; es liegt also ein Brutverdacht vor. Auch in diesem Jahr wurden aus den Überwinterungsgebieten zurückgekehrte Kraniche im Februar wieder aus dem Landschaftsschutzgebiet oder Naturschutzgebiet gehört. Die Vögel suchen sich sehr versteckte Brutplätze und reagieren empfindlich auf Störungen am Brutplatz. In diesem Jahr wurden mit schwerem Gerät Schilf- und Buschflächen in Richtung vermutetem Brutgebiet zurückgeschnitten, Schilf und Buschwerk großflächig entfernt.

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Gegenwind in Utgast

Windpark Utgast (Ausschnitt), von Fulkum aus gesehen. Foto (C): Manfred Knake

Update Aug. 2017: Die WebSeite „Gegenwind Utgast“ wurde inzwischen aus dem Netz genommen und ist nicht mehr erreichbar. Die Gründe sind nicht bekannt.


Es tut sich was in Holtgast: Der Protest gegen den Skandalwindpark Utgast, der derzeit mit Enercon-70-Anlagen repowert wird, weitet sich aus, betroffene Anlieger wollen sich zusammenschließen. Seit einigen Tagen ist ein Blog online, Gegenwind Utgast: https://gegenwindutgast.jimdo.com

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Darf der das?

Das Ende einer Linde… Foto (C): Manfred Knake

Darf der Knake das, einfach so eine alte Linde vor dem Giebel seines ebenfalls alten Hauses fällen lassen? Ja, er darf. Diese Linde wurde mit zwei anderen vor über hundert Jahren zur Entwässerung des Bodens dicht vor dem Haus gepflanzt, so machte man das damals. Alle paar Jahre wurden die Köpfe ausgelichtet. Bei den Stürmen im Januar fing der Baum bedenklich an zu schwanken, nur zwei Meter vom Giebel entfernt, die Standfestigkeit war dahin, der Giebel gefährdet. Weiterlesen

Holtgast, „berühmt“…

Windpark Utgast. Gemeinde Holtgast Foto (C): Insa Bock

In der Lokalzeitung „Anzeiger für Harlingerland“ aus Wittmund werden derzeit in lockerer Folge Orte aus dem Harlingerland vorgestellt. Den Anfang machte Holtgast Neu-Bürgermeister Gerhard Frerichs – auch freier Mitarbeiter der Zeitung- in einer Eloge auf den Ort mit dem Artikel vom 20. Januar 2017: „Lebendiger Tourismus und intaktes Landleben“ (Holtgast_20Jan2017_AZH). Nun ja, leblose Touristen verirren sich wohl kaum in den Ort. Und ob das Landleben tatsächlich noch „intakt“ ist, wie uns Bürgermeister Frerichs weismachen will, ist anzuzweifeln: Die Industrielandwirtschaft macht auch hier die Böden und Gewässer kaputt, es stinkt oft erbärmlich im Ort. Auf den maroden Zustand einiger Straßen im Ort durch überschwere landwirtschaftliche Fahrzeuge, die einige Straßen und Wirtschaftswege zerfahren haben, will ich hier nicht näher eingehen, und auch nicht auf die unnötige Eichen-Abholzaktion für das Neubaugebiet „Schoolpad“ im Mai 2015.

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Landratswahl in Wittmund: der „dritte Mann“, der Parteilose

Landratskandidat Erwin Braun (r.) auf der Umgehungsstraße in Bensersiel, auf der kaum Verkehr ist.

Am 11. September 2016 ist Kommunalwahl. Es treten in Holtgast auch die wieder die zur Wahl an, die seit schon seit Jahren angetreten sind. Noch mehr Baugebiete sollen es werden, die Verkehrssicherheit soll verbessert und die Straßen saniert werden. Es gibt aber bereits genug zugebaute Flächen; in wenigen Jahren werden durch den „demografischen Wandel“ ohnehin viele Einfamilienhäuser zum Verkauf stehen. Die bessere Verkehrssicherheit und Tempo „50“ (gelbes Ortsschild) in der Ortsdurchfahrt der Landestraße wird von Einwohnern seit Jahren gefordert – und wurde von Bürgermeister Enno Ihnen (CDU, in Holtgast Freie Wähler Holtgast) stets mit dem Argument der „fehlenden Tiefenbebauung“ zurückgewiesen. Einige Straßen werden von überschweren landwirtschaftlichen Fahrzeugen häufig be- und zerfahren, ohne dass der Rat dagegen etwas Wirksames unternommen hat. Darüber wurde auf dieser WebSeite schon mehrfach berichtet. Wohlfeile Wahlsprüche also, alle fünf Jahre aufs Neue, die üblichen Absichtserklärungen, die später im Rat zerredet werden, wenn überhaupt geredet wird und der Bügermeister weiterhin den überwiegenden Alleinunterhalter macht, für mich „alternativlos“ nicht wählbar. Weiterlesen

Roggenstede, von Windkraftanlagen umzingelt

Das Video wurde aus veröffentlichungsrechtlichen Gründen entfernt.

In Holtgast stehen bereits mehr als 50 Windkraftanlagen, es sollten ursprünglich noch mehr werden, wenn es nach dem Willen der Holtgaster Ratsmehrheit gegangen wäre. Drei geplante Anlagen in Fulkum werden nicht mehr gebaut, dafür sorgten Proteste aus der Bevölkerung und eine Bürgerbefragung in der Samtgemeinde Esens gegen noch mehr laute Windspargel. Fulkum wird aber demnächst von noch mehr Anlagen umzingelt sein, die gerade südlich des Ortes im Ochtersumer Hammrich entstehen. Dann wird es den Fulkumern vielleicht so ergehen wie den Einwohnern des benachbarten Ortes Roggenstede im Landkreis Aurich. Weiterlesen

„Kampf um die Windräder“: ARD-Fernsehbeitrag mit Bildern aus Holtgast


Am 01. August 2016 wurde ein bemerkenswerter Beitrag der Report-Mainz-Redaktion des Südwestfunks im 1. Fernsehprogramm gesendet: „Kampf um die Windräder“ (s.o., bitte den Pfeil im Bild anklicken). In aller Deutlichkeit wurden die Verflechtungen der Windkraftwirtschaft mit Kommunalpolitikern und dem angeblichen Naturschutzverband BUND beleuchtet, bis hin zu einer organisierten Demo in Berlin für den unveränderten Erhalt der Subventionen aus dem  Erneuerbare Energien Gesetz. Dafür wurden gezielt Mitarbeiter der Herstellerfirmen Vestas und Enercon während der Arbeitszeit mit vielen Bussen nach Berlin gefahren. Weiterlesen

Schwimmende Totschläger

Nicht abgedeckte Totschlagfalle, Foto (C): Manfred Knake

Bisame leben auch in Holtgaster Gewässern. Es sind keine Ratten, sie sind mit den Wühlmäusen verwandt. Bisame sind hervorragend an das Leben im Wasser angepasst und können an Uferböschungen durch ihre Wühltätigkeit Schäden anrichten. Deshalb werden sie verfolgt, von amtlichen Bisamfängern, von der Gemeinde bestellt.. Natürliche Feinde sind große Greifvögel, Eulen, Füchse und die raren Fischotter. In Holtgast schwimmen auf einem Teich am Waldweg – in einer Wohnsiedlung – auf kleinen Flößen zwei Totschlagfallen. Weiterlesen