Holtgast, „berühmt“…

Windpark Utgast. Gemeinde Holtgast Foto (C): Insa Bock

In der Lokalzeitung „Anzeiger für Harlingerland“ aus Wittmund werden derzeit in lockerer Folge Orte aus dem Harlingerland vorgestellt. Den Anfang machte Holtgast Neu-Bürgermeister Gerhard Frerichs – auch freier Mitarbeiter der Zeitung- in einer Eloge auf den Ort mit dem Artikel vom 20. Januar 2017: „Lebendiger Tourismus und intaktes Landleben“ (Holtgast_20Jan2017_AZH). Nun ja, leblose Touristen verirren sich wohl kaum in den Ort. Und ob das Landleben tatsächlich noch „intakt“ ist, wie uns Bürgermeister Frerichs weismachen will, ist anzuzweifeln: Die Industrielandwirtschaft macht auch hier die Böden und Gewässer kaputt, es stinkt oft erbärmlich im Ort. Auf den maroden Zustand einiger Straßen im Ort durch überschwere landwirtschaftliche Fahrzeuge, die einige Straßen und Wirtschaftswege zerfahren haben, will ich hier nicht näher eingehen, und auch nicht auf die unnötige Eichen-Abholzaktion für das Neubaugebiet „Schoolpad“ im Mai 2015.

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Umgehungsstraße Bensersiel/Stadt Esens, Neuauslegungsverfahren zum Dritten

Umgehungsstraße Bensersiel/Stadt Esens zum Dritten: Das ist seit 2014 der dritte Anlauf für ein Neuabgrenzungsverfahren des Landkreises Wittmund, um die illegal gebaute Straße im EU-Vogelschutzgebiet nachträglich „passend“ zu machen, was rechtlich fragwürdig ist. Bei der letzten Auslegung für das Neuabgrenzungsverfahren fehlte im Kartenwerk wundersamerweise die Trasse der Umgehungsstraße, um die es eigentlich geht, völlig. Sie war gar nicht eingezeichnet, obwohl sonst der kleinste Feldweg auf der Karte nicht fehlte. Das trickreiche Gezerre um die nachträgliche Genehmigung, die der Stadt Esens enorme Rückbaukosten und die mögliche  Erstattung öffentlicher Mittel in mehrfacher Millionenhöhe ersparen soll, geht nun weiter. Weiterlesen

Ratsherr F. und der wohnungslose Bisam

Kahlschlag und Teilverfüllung: Holtgast, Waldweg, alles wegen eines Bisams?

Wichtiger Nachtrag vom 10. Juli 2017 ganz unten!

In der Gemeinde Holtgast gibt es viele kleine Stillgewässer, landläufig „Biotop“ genannt (obwohl auch ein verlauster Kopf ein Biotop sein kann, für Kopfläuse eben, aber das nur ganz nebenbei).

Diese Teiche entstanden vor vielen Jahrzehnten als Mergelkuhlen, in denen der tonhaltige Boden für die landwirtschaftliche Bodenverbesserung abgebaut wurde. Oder es wurden Feuerlöschteiche angelegt, als es noch keine Hydranten gab. In diesen Wasserstellen entwickelte sich ein reiches Leben, von Wasserpflanzen über Wasserflöhe, Fische oder Amphibien oder als Brutplatz von Enten. Viele dieser Kleingewässer wurden im Landkreis Wittmund in ein Kataster als „besonders geschützte Biotope“ eingetragen, die unterliegen dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes. Weiterlesen

Zum Dritten: Tonabbau in Moorweg – die Kommune ist überfordert

Nun wissen wir mal wieder ganz genau, dass es mit der Kompetenz der kommunalen Selbstverwaltung nicht weit her ist, die wird oft beschworen, scheitert aber nicht selten an der Überforderung einzelner Politiker. Es geht um den Tonabbau in Holtgasts Nachbargemeinde Moorweg, in einem Landschaftsschutzgebiet. Dort wohnt Jürgen Lohs; nicht nur er beobachtet sehr genau die dortigen Verfahrensabläufe durch die gewählten Volksvertreter. Die Lokalzeitung „Anzeiger für Harlingerland“ hat am 13. November sehr ausführlich zum umstrittenen Bodenabbau in Moorweg berichtet (siehe unten). Wir wissen jetzt immerhin aus der Verwaltung des Landkreises Wittmund, „dass eine Entscheidung in diesem Verfahren nach geltendem Recht erfolgen muss und wird“. Wer hätte das gedacht! Weiterlesen