Holtgast, „berühmt“…

Windpark Utgast. Gemeinde Holtgast Foto (C): Insa Bock

In der Lokalzeitung „Anzeiger für Harlingerland“ aus Wittmund werden derzeit in lockerer Folge Orte aus dem Harlingerland vorgestellt. Den Anfang machte Holtgast Neu-Bürgermeister Gerhard Frerichs – auch freier Mitarbeiter der Zeitung- in einer Eloge auf den Ort mit dem Artikel vom 20. Januar 2017: „Lebendiger Tourismus und intaktes Landleben“ (Holtgast_20Jan2017_AZH). Nun ja, leblose Touristen verirren sich wohl kaum in den Ort. Und ob das Landleben tatsächlich noch „intakt“ ist, wie uns Bürgermeister Frerichs weismachen will, ist anzuzweifeln: Die Industrielandwirtschaft macht auch hier die Böden und Gewässer kaputt, es stinkt oft erbärmlich im Ort. Auf den maroden Zustand einiger Straßen im Ort durch überschwere landwirtschaftliche Fahrzeuge, die einige Straßen und Wirtschaftswege zerfahren haben, will ich hier nicht näher eingehen, und auch nicht auf die unnötige Eichen-Abholzaktion für das Neubaugebiet „Schoolpad“ im Mai 2015.

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Dreiste Bauern beim Ministerbesuch

Screeenshot (Bildzitat): Anzeiger für Harlingerland/Wittmund, online, 20. Aug. 2015

Am 20. August 2015 besuchte der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis90/Die Grünen) auch das Harlingerland, um das mediale Sommerloch zu stopfen. Einige Landwirte nutzen die Gelegenheit, ihn auf den schlechten Zustand der Wirtschaftswege aufmerksam zu machen, so, als ob das ganz von allein geschieht. Sie forderten vom Minister mehr „Mittel für den ländlichen Wegebau“. Diese Bauern sind dreist! In nur wenigen Jahren wurden die mit öffentlichen Mitteln gebauten Wege mit den „modernen“ und sehr schweren landwirtschaftlichen Fahrzeugen zerstört. Weiterlesen

Moorweg – großzügig und ratsherrlich grüßend: Fuck you, Bürger!

Schenkung? Bis über die Grenze: Gemeindeland unter dem Pflug

Moorweg – großzügig und ratsherrlich grüßend

von Jürgen Lohs, Moorweg

Die Friedeburger Grünen haben laut Bericht im „Anzeiger für Harlingerland“  vom 20.05.2015 einen Ratsantrag gegen die widerrechtliche Nutzung von Gemeindeeigentum durch Landwirtschaft auf den Weg gebracht, der sich gegen die zunehmende Aneignung von Straßenraum durch Bauern per Pflug richtet – eine Praxis der bäuerlichen Landgewinnung, die allerorten gewohnheitsmäßig daherkommt. Dazu bestimmt § 124 Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz: „Vermögensgegenstände sind pfleglich und wirtschaftlich zu verwalten und ordnungsgemäß nachzuweisen“. Weiterlesen

Es geht ins Geld: Straßenausbaubeitragssatzung

Screenshot (Bildzitat) von einer Facebook-Seite: „Dank“ an den Bürgermeister von Südbrookmerland, Friedrich Süßen (SPD)

In Holtgast arbeitet der Rat der Gemeinde an einer Straßenausbaubeitragssatzung, zu deutsch: Wenn Gemeindestraßen grundsaniert werden müssen, werden die Anlieger kräftigst zur Kasse gebeten. Da werden erhebliche Kosten fällig, 10.000 Euro sind noch wenig. Die Gemeinde muss diese Satzung nicht erlassen und die Anlieger zur Kasse bitten, sie kann das tun. Weiterlesen

Holtgaster Luft: atemberaubend!

Einer von mehreren: Güllegespann auf 2 Hektar Fläche, mehrfach im Jahr

Es stinkt schon wieder im südlichen Ortsbereich von Holtgast, es stinkt nicht nur, es ätzt in den Atemwegen. In den letzten Tagen wurde von verschiedenen Landwirten wieder einmal so viel Gülle ausgebracht, dass es einem im wahrsten Sinne des Wortes durch den stechenden Geruch den Atem verschlug. Das ist eigentlich schon Körperverletzung. Weiterlesen

Botulismus in Holtgast?

Rinder in Holtgast: Das Bild steht in keinem  Zusammmenhang mit dem Botulismus-Bericht.

In der Gemeinde Holtgast soll vor ca. zwei Jahren ein landwirtschaftlicher Milchviehbetrieb aufgegeben worden sein. Ganz hartnäckig halten sich Gerüchte im Ort, dass in diesem Betrieb Botulismus, also eine Vergiftung,  festgestellt worden sei. Bei konkreter Nachfrage stößt man aber auf eine Mauer des Schweigens. Wie dem auch sei: Weiterlesen

Teurer Straßenausbau für die Anwohner: „Nützt ja nix“?

Brandshoff-Gewichtsbeschränkung 6t: Hier wird aber ständig mit bis zu 40 Gewichtstonnen durchgefahren, und an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält sich kaum jemand.

Der Rat der Gemeinde Holtgast will eine „Straßenausbaubeitragssatzung“ beschließen, das muss er nicht, das kann er, so das Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz. Anlieger sollen bei Straßenschäden zur Kasse gebeten werden, auch für Schäden, die sie gar nicht verursacht haben. Reparaturen sollen davon nicht betroffen sein, dafür aber die eventuell notwendig werdende Grundsanierung der Straßen. Systematisch werden in Holtgast einige Wohnstraßen durch schwerste landwirtschaftliche Güllegespanne zerfahren, dort, wo eigentlich eine 6t-Gewichtsbeschränkung gilt. Manchmal fahren diese Maschinenmonster tagelang durch die Wohnsiedlung, um auf die angrenzenden Ländereien zu kommen. Im Ortsteil Utgast donnern schwere Kieslaster von und zu einer nahegelegen Kiesgrube über den Strengeweg durch den Ort, gefährden die Anwohner und zerfahren die Straße. Weiterlesen

Kaputte Straßen durch Maschinenmonster

Zu schwer: Hier gelten 6t zulässiges Gesamtgewicht! Holtgast, Brandshoff

Übergewicht ist bekanntlich ungesund. Das trifft nicht nur für Menschen zu, sondern auch für Straßen, die für Schwerlastfahrzeuge nicht gebaut, aber dennoch intensiv genutzt werden. Die Rede ist von landwirtschaftlichen Fahrzeugen wie Zugmaschinen, Anhängern oder Mähdreschern. Moderne Güllegespanne z.B. erreichen heute ein Gesamtgewicht von bis zu 40 t (zum Vergleich: Der Kampfpanzer Leopard 1 wiegt 42,5 t). Die Zufahrtstraßen für diese Ungetüme sind nicht nur schmale landwirtschaftliche Wirtschaftswege, sondern sie führen auch durch Wohnsiedlungen, deren Straßen für Gewichte dieser Größenordnung nicht gebaut wurden. Weiterlesen