Chronisches aus Moorweg: die Chronik und der BümS

Nach dem Einscannen des Buchtitels hat sich der Text merkwürdigerweise leicht verändert…

Holtgasts Nachbargemeinde Moorweg kann nun stolz eine Chronik vorweisen. „Heute ist ein Tag der Freude“, sagte Moorwegs Bürgermeister Jürgen Schröder vor rund 50 Interessierten in der Mehrzweckhalle Neugaude. „Die Chronik unserer Gemeinde Moorweg liegt vor“ zitiert ihn die Lokalzeitung „Anzeiger für Harlingerland“ am 21. Dezember 2016. Auch Jürgen Lohs, Einwohner von Moorweg, freute sich auf eine Rezension der Chronik, die er nachfolgend vorlegt.

Gemeinde Moorweg (Hrsg.): Moorweg, Verlag Enno Söker, Esens, 128 Seiten, 12.- Euro

Buchbesprechung

Chronik von Moorweg

von Jürgen Lohs

Selbstverständlich habe ich, als die Moorweger Chronik erschien, der Bitte gern entsprochen, diese zu rezensieren, handelt es sich doch um ein Juwel von Dorfgeschichte, das prähistorische Entwicklung und aktuelles Zeitgeschehen gleichermaßen lesefreundlich vereint. Weiterlesen

Der Asphalt-Cowboy – staatliche Nachsicht für Jürgen Max Johann

Hat Moorwegs Bürgermeister Jürgen Schröder, CDU, (Samtgemeinde  Esens im Landkreis Wittmund) einen Amtsbonus bei der Strafverfolgung
bekommen? Die jetzt erfolgte Einstellung des Verfahrens wegen illegaler Asphaltentsorgung gegen ihn durch die Staatsanwaltschaft in Aurich hatte ja schon eine längere Vorgeschichte: „Den Ermittlungen vorausgegangen waren drei Aufforderungen der Unteren Abfallbehörde des Landkreises, das Bitumen sachgerecht zu entfernen. Bei einem ersten Ortstermin Anfang Mai wurde die Gemeinde das erste Mal aufgefordert, berichtet Ralk Klöker, Pressesprecher des
Landkreises Wittmund. Erst Ende August wurde Vollzug gemeldet und bei
einem Ortstermin erneut überprüft.“, so ein Bericht in der Ostfriesen
Zeitung bereits am 30.09.2015.

Das ist mindestens eine Ordnungswidrigkeit, die der Landkreis als Naturschutz- oder Abfallbehörde hätte ahnden können, aber bei dieser Menge schon eher eine Straftat. Was wäre wohl auf einen “Normalbürger” zugekommen, der mehr als eine
Tonne Restasphalt im Wald “verklappt” hätte und der der Aufforderung, diesen wieder zu entfernen, nicht unverzüglich nachgekommen wäre?

Jürgen Lohs aus Moorweg hat´s kommentiert: Weiterlesen

Moorweg: Herr Schröder legt auf

„Darf man einen Lügner Lügner nennen? Man muß!“ Ambrose Bierce

Bildzitat, Ausschnitt, Anzeiger für Harlingerland, 02. Sept. 2015, Foto (C): Frerichs

von Jürgen Lohs, Moorweg

Unter der Anrede „liebe Moorweger“ lud Bürgermeister Schröder Ende August kurzfristig in die Mehrzweckhalle zum Thema „Ländlicher Wegebau in der Gemeinde Moorweg“.Von den rund 900 Bürgern aber erfüllten ihres Meisters strenges Kriterium „liebe Moorweger“ dann nur 50, die in die Auswahl gelangten, und „drin“ waren am 07. September schließlich nur ca. 30. Diese Kriterien blieben so widersprüchlich und rätselhaft wie seinerzeit bei Schröders Vergabe von Baugrundstücken. Die einzig gesicherte Überlieferung auf telefonische Nachfrage von Nachbarn war Bürgermeisters Verkündung, wer jedenfalls dort unerwünscht sei und mit Rausschmiß per Hausrecht zu rechnen hätte, nämlich der Verfasser dieses Textes. Weiterlesen

Moorweg: illegale Asphaltentsorgung im Wald, Dichtung und Wahrheit

Baron von Münchhausen

Da geht der Bürgermeister der Gemeinde Moorweg/SG Esens, Jürgen Schröder (CDU), im Zusammenhang mit der illegalen Abfallentsorgung im Schooer Wald doch sehr kreativ mit der Wahrheit um, wie weiland der Baron von Münchhausen. Schröder behauptet in der Berichterstattung des „Anzeiger für Harlingerland“ (s.u.): „Man habe es irgendwo ablagern müssen, die Försterei habe keinen Einwand erhoben.“ Tatsächlich hat nach hier vorliegenden Informationen ein Mitarbeiter des zuständigen Landesforstamtes Neuenburg am 06. Mai 2015 (!) in einer Email u.a. das Folgende geschrieben: Weiterlesen

Zum Zweiten – Acht Steine für Moorweg

Ups, falscher „Findling“ im Moorweger Findlingsgarten, Foto (C): Jürgen Lohs

Acht Steine für Moorweg – zum Zweiten

von Jürgen Lohs, Moorweg, 09. August 2015

„Findlinge nun mit Namensschildern“: Anzeiger für Harlingerland vom 08. August 2015

Während andere landauf, landab noch Mittelalter feiern, ist Moorweg selbstredend einen Rückschritt weiter: im Goldenen Steinzeitalter. „Namensschilder“ zur besseren Unterscheidbarkeit der acht Findlinge im sog. Findlingsgarten preist der Anzeiger für Harlingerland nun schon zum zweiten dortigen PR-Event und wer jetzt glaubt, die Wackersteine hießen folgerichtig Jürgen, Stephan, Heinz, Gerold, Ingo oder Dirk-Wilhelm, sieht sich mit dieser Alleinstellung abermals hinter’s Licht geführt – sie heißen nämlich auch wieder nur so wie die abertausenden in den anderen ostfriesischen Vorgärten: Smaland-Granit, Hälleflinta, Brauner Ostseequarz etc. – insoweit nichts Neues. Weiterlesen

Acht Steine für Moorweg

Findlingsgarten in Moorweg, der runde Schachtdeckel ist kein Findling….

Mit allen Sinnen

Bildung kann so einfach sein:

Lausche einfach nur dem Stein,

Leck ein wenig, streichel ihn,

Schau ihm tief ins Mineral,

Dank dem Bürgermeister Schröder,

Und von vorn beginnt die Qual.

Ostfriesisches Bildungsprogramm – Acht Steine für Moorweg

von Jürgen Lohs, Moorweg

Die Gemeinde Moorweg wird Findlingsmekka, ein Wallfahrtsort also, der mannigfache Heilung verspricht. Bei welchem Leiden? Man weiß es noch nicht, bislang sind nur die Symptome bekannt. So hört eine Harlinger-Redakteurin zum Beispiel Geschichten, die die Steine erzählen, da sie „vor vielen Milliarden Jahren nach Ostfriesland gewandert“ kamen – a trick of the brain, richtig ist: vor 300.000 bis 130.000 Jahren – und wer ganz genau hinhört, vermeint ein Knirschen zu vernehmen und weiß bald nicht mehr, ob dies aus dem Wandergletscher kommt oder aus der eigenen Rübe. Weiterlesen

Moorweg – großzügig und ratsherrlich grüßend: Fuck you, Bürger!

Schenkung? Bis über die Grenze: Gemeindeland unter dem Pflug

Moorweg – großzügig und ratsherrlich grüßend

von Jürgen Lohs, Moorweg

Die Friedeburger Grünen haben laut Bericht im „Anzeiger für Harlingerland“  vom 20.05.2015 einen Ratsantrag gegen die widerrechtliche Nutzung von Gemeindeeigentum durch Landwirtschaft auf den Weg gebracht, der sich gegen die zunehmende Aneignung von Straßenraum durch Bauern per Pflug richtet – eine Praxis der bäuerlichen Landgewinnung, die allerorten gewohnheitsmäßig daherkommt. Dazu bestimmt § 124 Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz: „Vermögensgegenstände sind pfleglich und wirtschaftlich zu verwalten und ordnungsgemäß nachzuweisen“. Weiterlesen

Nachbargemeinde Moorweg: Asphaltvandalismus mit Treckerkompetenz – eine schlechte und eine gute Nachricht

Moorweg: Asphaltdeponie im Wald

von Jürgen Lohs, Moorweg

Vorweg die schlechte Nachricht: Die Treckerkompetenzgruppe hat versagt – wie Muttis Weichspüler am Bademantel und Dein Deo am Schwitzfleck – nämlich auf der ganzen Li­nie!
Einst installiert von Bürgermeister Schröder unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, sollte sie dem Gemeindearbeiter ein neues Spielzeug, dem Sohn des stellvertretenden Bürgermeisters ein er­folgreiches Debut als Treckerverkäufer und dem Bürgermeister die Entlastung von der Bürde der Ver­antwortung bescheren. Weiterlesen

Zum Dritten: Tonabbau in Moorweg – die Kommune ist überfordert

Nun wissen wir mal wieder ganz genau, dass es mit der Kompetenz der kommunalen Selbstverwaltung nicht weit her ist, die wird oft beschworen, scheitert aber nicht selten an der Überforderung einzelner Politiker. Es geht um den Tonabbau in Holtgasts Nachbargemeinde Moorweg, in einem Landschaftsschutzgebiet. Dort wohnt Jürgen Lohs; nicht nur er beobachtet sehr genau die dortigen Verfahrensabläufe durch die gewählten Volksvertreter. Die Lokalzeitung „Anzeiger für Harlingerland“ hat am 13. November sehr ausführlich zum umstrittenen Bodenabbau in Moorweg berichtet (siehe unten). Wir wissen jetzt immerhin aus der Verwaltung des Landkreises Wittmund, „dass eine Entscheidung in diesem Verfahren nach geltendem Recht erfolgen muss und wird“. Wer hätte das gedacht! Weiterlesen

Tonabbau in Moorweg: auf tönernen Füßen

In Holtgasts Nachbargemeinde Moorweg soll gebaggert werden, im Landschaftsschutzgebiet „Leegmoor“, das seit 1977 besteht. Der Ziegeleibetrieb Kaufmann in Nenndorf möchte im Landschaftsschutzgbiet Tonerde abbauen, um daraus Ziegel zu brennen. Die Landschaftsschutzverordnung stellt dieses Vorhaben unter den Vorbehalt der vorherigen Erlaubnis des Landkreises Wittmund als Untere Naturschutzbehörde, und das soll mit einer „Befreiung“ von den Vorschriften der Landschaftsschutzverordnung möglich gemacht werden. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz dürfen Befreiungen aber nur beim Vorliegen des „überwiegenden öffentlichen Interesses“ erteilt werden, und nur dann, wenn keine Alternativen erkennbar sind. Weiterlesen