Gegenwind in Utgast

Windpark Utgast (Ausschnitt), von Fulkum aus gesehen. Foto (C): Manfred Knake

Update Aug. 2017: Die WebSeite „Gegenwind Utgast“ wurde inzwischen aus dem Netz genommen und ist nicht mehr erreichbar. Die Gründe sind nicht bekannt.


Es tut sich was in Holtgast: Der Protest gegen den Skandalwindpark Utgast, der derzeit mit Enercon-70-Anlagen repowert wird, weitet sich aus, betroffene Anlieger wollen sich zusammenschließen. Seit einigen Tagen ist ein Blog online, Gegenwind Utgast: https://gegenwindutgast.jimdo.com

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Windpark Utgast: Bericht im „Anzeiger für Harlingerland“ mit Lücken

Halbierter Mäusebussard im Windpark Utgast, Foto (C): Manfred Knake

Über das Repowering im Windpark Utgast wurde sowohl auf der WebSeite des Wattenrates Ostfriesland als auch hier im Holtgast-Blog ausführlich berichtet. Die Lokalpresse ignorierte diese Entwicklung bisher. So muss z.B. vor (!) der Genehmigung neuer Anlagen eine umfassende Flora-Fauna-Habitat-Verträglichkeitsprüfung (FFH-VP) mit den Auswirkungen auf das angrenzenden Vogelschutzgebiet stattfinden; der Erhaltungszustand darf sich nicht verschlechtern. Das schreibt das Bundesnaturschutzgesetz so vor. Die Untersuchungen im Auftrag der Investoren werden von einem Planungsbüro durchgeführt. Diese FFH-VP liegt in einem Umweltbericht des Büros Thalen-Consult in Neuenburg seit 2009 vor. Ob diese FFH-VP den tatsächlichen fachlichen Anforderungen entspricht, ist eine ganz andere Frage und kann durchaus bezweifelt werden. Weiterlesen

Umweltausschuss Samtgemeinde Esens: Keine weiteren Windkraftanlagen, nur Holtgaster Bürgermeister Enno Ihnen will mehr!

Heiße Nächte bei Rotorenlärm? Windpark Utgast, Juli 2015, Foto (C): Manfred Knake

In der Samtgemeinde Esens/LK Wittmund/NDS wurde am 09. Juli 2015 im Umweltausschuss eine Tischvorlage für die nächste Samtgemeinderatssitzung vorbereitet: keine weiteren Windkraftanlagen im Gemeindegebiet durch „Verdichtung“ oder Neubau wie in den Mitgliedsgemeinden Stedesdorf oder Holtgast geplant (Zeitungs-Berichterstattung weiter unten). Bei der Abstimmung gab es nur eine Gegenstimme, die vom Holtgaster Bürgermeister Enno Ihnen (CDU und Vorsitzender des SG-Umweltausschusses!), auf Gemeindeebene firmiert er unter „Freie Wähler Holtgast“. Er sitzt seit mehr als zwanzig Jahren im Rat der Gemeinde Holtgast. Auch er hatte 1994 der Korruptionsvereinbarung mit der Herstellerfirma Tacke für den damals „größten Windpark Europas“ in Utgast/Holtgast zugestimmt. Für die „behördliche Genehmigung“ durch die Gemeinde wurden damals 500.000 DM Zahlung an die Gemeinde vereinbart! Diese rechtswidrige Abmachung wurde anschließend nach staatsanwaltlichen Ermittlungen in eine „Schenkung“ umgewandelt. Die Vereinbarung liegt hier vor: Utgast_Tacke_Vereinbarung_1994 Weiterlesen

Windpark Neuschoo: kommunalpolitische Wahrnehmungsstörungen?

So wird es demnächst auch in Neuschoo und Dietrichsfeld aussehen: Windpark Abens/LK Wittmund, Repowering, Juli 2015, Foto (C): Manfred Knake

„Der Zeitungsschreiber selbst ist wirklich zu beklagen. Gar öfters weiß er nichts, und oft darf er nichts sagen.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Anmerkung zur untenstehenden Berichterstattung im „Anzeiger für Harlingerland“ vom 13. Juli 2015 zu einer Ratssitzung mit Einwohnerfragestunde in Neuschoo, Samtgemeinde Holtriem (Westerholt):

Ist es eigentlich die Aufgabe einer Lokalzeitung, durch selektive Berichterstattung oder Weglassungen völlig verfehlte Windkraft-Ratsentscheidungen zu harmonisieren? Diesen Eindruck kann man im Landkreis Wittmund haben. Weiterlesen

Windparkplanungen „Hartsgaster Tief“: „Ist der Gemeinderat noch glaubwürdig?“

Fulkum von Süden gesehen, im Hintergrund der Windpark Utgast, Foto (C): Manfred Knake

Der Mehrheit des Holtgaster Gemeinderates sind berechtigte Bürgerbedenken offensichtlich völlig wurscht, die Rede ist vom geplanten Windpark „Hartsgaster Tief“ – zusätzlich zum schon bestehenden Windpark Utgast mit ca. 50 Anlagen – an der Grenze zur Nachbargemeinde Ochtersum, wo auch noch 14 Mühlenmonster gebaut werden sollen. Der Ort Fulkum wird dann völlig von Windkraftanlagen umzingelt sein, mit allen Auswirkungen der Beschallung, der optischen Bedrängung des Ortes und dem damit verbundenen Wertverlust der Häuser – und das für mindestens zwanzig Jahre. Weiterlesen