Kommunale Entlastungsstraße Bensersiel: Lösung erreicht – Straße wird autofreie Boßelstrecke

Boßlerparadies: autofreie Umgehungsstraße Bensersiel

Die unendliche Geschichte um die Umgehungsstraße Bensersiel ist beendet: Der Kläger, die Stadt Esens und der Deutsche Sportbund (DSB) einigten sich auf eine Widmung der Straße als autofreie und gefahrlose Boßelstrecke. Der Kläger und Grundstückseigentümer, auf dessen Grundbesitz die Straße rechtswidrig auch mit öffentlichen Mitteln gebaut wurde, hatte zunächst die Sperrung der Straße und den Rückbau auf Kosten der Stadt Esens angestrebt. Nach zähen Verhandlungen, an dem auch das Umweltministerium beteiligt war, wurde nun eine Lösung erreicht. Der Kläger wird aus Sportfördermitteln der EU entschädigt, die Straße geht in das Eigentum des Landkreises über und die Stadt Esens verpflichtet sich im Gegenzug, für die Unterhaltung der Straße zu sorgen. Angedacht ist auch der Bau einer Indoor-Boßelhalle mit einem Restaurationsbetrieb auf der Fläche zwischen der Umgehungstrasse und dem südlichen Ortsrand von Bensersiel, um den Boßelnachwuchs zu fördern und das touristische Angebot zu verbessern. Die Umweltverbände signalisierten ihre Zustimmung, wenn ein Feuchtbiotop an der Straße angelegt werde.

April, April, das war natürlich ein Aprilscherz. Nichts ist bisher mit der Umgehungsstraße Bensersiel geregelt. Das Niedersächsische Umweltministerium will mit einer Neuabgrenzung des Vogelschutzgebietes die Straße legalisieren, was aber nach den diversen Gerichtsurteilen gar nicht möglich ist, politische Tricksereien eben.

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