Das Naturschutzgebiet „Ewiges Meer“

Das Naturschutz- und Hochmoorgebiet „Ewiges Meer“ im Landkreis Aurich und Wittmund ist immer einen Besuch wert. Ein richtiges „Meer“ ist hier nicht zu finden, der große Hochmoorsee im Zentrum des Schutzgebietes wird so genannt. Ein Bohlenweg lenkt den Besucherverkehr durch einen kleinen Teil des Schutzgebietes. Wenn man Glück hat, bekommt man eine sich sonnende Kreuzotter zu sehen.

Kreuzotter im Naturschutzgebiet „Ewiges Meer“, Foto (C): Ingrid Ubben

Diese Giftschlange ist sehr scheu und reagiert auf Erschütterungen sofort mit der Flucht. Über die Giftigkeit dieser Schlangenart gibt es abenteuerliche Geschichten. Ein Biss ist für einen gesunden Erwachsenen nicht tödlich, für Kinder mit geringerem Körpergewicht kann der Biss allerdings lebensbedrohlich sein. Auch Hunde sollte man wegen der Schlangen auf dem Bohlneweg ständig unter Kontrolle halten.

Kreuzotter sonnt sich auf dem Bohlenweg, Foto (C): Ingrid Ubben

Nur für Insekten gefährlich ist der unscheinbare Rundblättrige Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze, die an wenigen Stellen des Moores sehr versteckt wächst. An ihren klebirgen Drüsentröpchen bleiben kleine Insekten kleben und werden dann „verdaut“.

An warmen Tagen sind Waldeidechsen die ständigen Begleiter am oder unter dem Bohlenweg.

Waldeidechse, NSG „Ewiges Meer“

Auffällig sind auch die Moorfrösche, die in der Balzzeit nicht nur froschrün aussehen, sondern auch eine bläuliche Färbung annehmen.

Moorfrösche, Foto (C): Ingrid Ubben

In den letzten Jahren wurden auch schon amerikanische Schmuckschildkröten im Schutzgebiet ausgesetzt, die sogar lange Winter überlebten.

Ausgesetzte Schmuckschildkröte, Foto (C): Ingrid Ubben

Das Naturschutzgebiet ist nur der kleine Rest eines ehemals riesigen Moorgebietes, das im Laufe der letzten Jahrhunderte systematisch abgetorft, landwirtschaftlich erschlossen, und so zerstört wurde. Heute wächst auf den ehemaligen Moorflächen auch häufig Mais, „Futter“ für die Biogasanlagen.

Früher Moor, heute Maisacker

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