Totengräber am Wegesrand

Waldmaus mit Totengräber, unten im Bild – Foto (C): Manfred Knake

Am Bensersieler Tief tat sich im August „Bewegendes“. In die zwei mausetoten Kadaver einer Waldmaus und später einer Wasserspitzmaus kam bei genauerer Betrachtung plötzlich Bewegung. Was zunächst unheimlich aussah, erwies sich als das Werk von Käfern (Gattung Nicrophorus), die an den kleinen Leichnamen zerrten.

Video: Totengräber an Waldmaus – 4. Aug. 2018

Die Käfer, Totengräber genannt, reagieren auf den Aasgeruch, unterhöhlen die Kadaver und zerren sie so unter die Gras- oder Laubschicht. Dann legen sie ihre Eier neben den toten Tieren ab. Die geschlüpften Käferlarven kriechen in das von der Käfermutter gefressene Loch im Kadaver und vergrößern es. Die Käfermutter betreibt durch Fütterung der Larven aktive Brutpflege. Nach abermaliger Häutung fressen sich die Larven ins Innere der Kadaverhöhle hinein. Nach der Larvenentwicklung verlassen die Käferlarven den schützenden toten Wirtskörper und verpuppen sich außerhalb des Kadavers, wo sie sich dann zum fertigen Käfer entwickeln.

Video: Totengräber an Wasserspitzmaus, Bensersieler Tief, 04. Aug. 2018

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