Die Katastrophen-SPD und die Europawahl

Am 26. Mai ist Europawahl. Städte und Dörfer sind „verziert“ mit Wahlplakaten. Mir fiel besonders das SPD-Wahlplakat „Klimaschutz“ auf, das auch in Esens unübersehbar die Blicke auf sich ziehen soll. Da sieht man eine Frau, die vor einer Meeresoberfläche steht. Soll das etwa die Tante SPD sein, die darüber nachsinnt, nun wegen ihrer schlechten Umfragewerte ins Wasser zu gehen? Oder will die Partei damit andeuten, dass wir an der Küste bald absaufen werden, wegen des angeblich dramatisch steigenden Meeresspiegels, wegen des bösen CO2, das schon als Giftgas hochgeschrieben wird und nun auch noch besteuert werden soll? „Europa“ soll die Antwort sein, auf welche Fragen?

Oben rechts auf dem Plakat ist zu lesen „Kommt zusammen!“ Ins nächste Boot vielleicht? Hätte es nicht heißen müssen „Kommt zur Sache!“ Aber Sache ist bei „Klima“ schon längst aus dem Ruder gelaufen, nicht nur in der SPD. Schulkinder schwänzen nun schon während der Unterrichtszeit freitags die Schule, befeuert von der Heiligen Greta aus Schweden, um das statistische Konstrukt „Klima“ zu schützen. Auf diesen Demos wurden schon Grundschulkinder gesehen, so im März auf Juist, wo sich ein Knirps vor laufender NDR-Kamera sorgte, dass seine Insel bald untergehen werde. Ob die Kinder eigentlich wissen, was „Klima“ ist, oder auch deren Lehrerinnen und Lehrer? Auch auf Spiekeroog machten Kinder der Hermann-Lietz-Schule mobil. „Klima“, oder was dafür gehalten wird, können sie schon, nur bei der Rechtschreibung ist noch Luft nach oben.

Schülerdemo auf Spiekeroog – Screenshot, Bildzitat: Anzeiger für Harlingerland, 07. Februar 2019

Wie will man eigentlich „Klima“ schützen (welches der vielen Klimate eigentlich?), wenn dies erst der Wert nach einer dreißigjährigen Wetteraufzeichnung für eine bestimmte Region ist. So definiert die World Meteorological Organization (WMO) Klima. Erst kommt also das Wetter, das später die Klimawerte ausmacht. Die auch von der SPD beifallheischend unterstützten Schulschwänzer müssten also zunächst das Wetter, also Wind, Wolken, Niederschläge und Temperaturen „schützen“, um das Klima zu schützen.

„Klimaschutz“ geht gar nicht

Fazit: „Klimaschutz“ geht gar nicht, nur in den Köpfen von systematisch Irregeleiteten und den vom Klimawahn Infizierten, genauso gut könnte man zum Schutz der Plattentektonik gegen weitere Erdbeben aufrufen. Dass sich das Klima ändert (und das nicht zum ersten Mal), soll gar nicht bestritten werden. Die Frage ist nur,ob es tatsächlich so dramatisch ist und was die tatsächlichen Ursachen sind. Wer den Klimawandel nur auf das Treibhausgas CO2 mit einem Anteil von 0,04 Prozent an der Atemluft reduziert, ist m.E. ein Scharlatan. Meeresströmungen, Wolkenbildungen, zyklische Sonnenaktiväten und kosmische Einflüsse sind wesentliche bestimmende Klimafaktoren, die aber in den Medien kaum thematisiert werden.

Bald landunter?

Und dann der Meeresspiegel, den es als DEN Meeresspiegel gar nicht gibt, weil die Erde keine perfekte Kugel ist, sondern ein nicht ganz runder abgeplatteter „Rotationsellipsoid“, ein bisschen kartoffelförmig, mit unterschiedlichen Schwerefeldern und daher auch mit unterschiedlich hohen Meeresspiegeln. Der Meeresspiegel der Nordsee, der nach den täglichen Katastrophenmeldung der Medien nun bald ganze Landstriche verschlingen wird, hat es aber gar nicht so eilig, wie man uns weismachen will. Der Meeresspiegel der Nordsee steigt seit ca. 12.000 Jahren, seit dem Ende der Weichselkaltzeit, kontinuierlich (mal mehr, mal weniger, Transgression, Regression) an, um derzeit 1,7 mm im Jahr oder 17 cm im Jahrhundert (säkularer Meeresspiegelanstieg), so jedenfalls die Universität Siegen mit ihren Messungen.

Langeoog im Jahr 1805, Karte: K.L. von Le Coq

Er steigt seit 12.000 Jahren

Vor 12.000 Jahren lag der Meeresspiegel bis zu 120 m tiefer als heute, Jäger und Sammler konnten zu Fuß auf die heutige Britische Insel laufen; sie jagten auf dem heutigen Meeresgrund Mammuts oder Riesenhirsche. Der Meeresspiegel steigt auch nicht beschleunigt an, so die Pegelmessungen in Norderney und Cuxhaven. Die Ostfriesischen Inseln werden mit enormen Küstenschutzmitteln regelmäßig „festgelegt“ und nach Stürmen „repariert“, um die touristische Infrastruktur zu schützen. Natürlicherweise hätte die Inseln längst ihre Form geändert, wären zerbrochen (wie z.B. Langeoog im 19.Jahrhundert in drei Teile), „gewandert“ oder völlig verschwunden wie die ehemalige Insel Bant bei Norderney. Das lernte man früher schon in der Grundschule. Das hält aber ein klimabesorgtes Gastronomen-Ehepaar („bio“, was sonst) von Langeoog nicht davon ab, gegen die EU wegen mangelnder Klimavorsorge zu klagen. Dieses Ehepaar tingelt nun, vom Zeitgeist beflügelt, durch die zwangsgebührenfinanzierten Fernsehsender und erzählt mit Leichenbittermiene geballten Unsinn über die angebliche Gefährdung der Insel Langeoog, wird aber immer wieder gerne genommen. Die SPD, ebenfalls vom Zeitgeist befruchtet, aber bar aller Kenntnisse, ist im Europawahlkampf auf diesen Katastrophenzug aufgesprungen. Ich weiß aber jetzt schon, dass diese Partei für mich unwählbar geworden ist, nicht nur zur Europawahl – und nicht nur wegen „Klima“.

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