SPD-Programmentwurf für die Landtagswahl 2022: zum Gruseln

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SPD-Niedersachsen – Auszüge aus dem Entwurf des niedersächsischen SPD-Landesvorstandes für die Landtagswahl 2022: „Fortschritt, der alle mitnimmt. Das Land in guten Händen. Entwurf des Landesvorstandes für das Regierungsprogramm 2022-2027″


Im SPD-Landesvorstand sitzen u. a. Stephan Weil, Olaf Lies aus Sande und die Verteidigungs-Staatssekretärin Siemtje Möller (MdB) aus Varel.

Zum Lesen und Gruseln empfohlen, Auszüge:

* Bis zum Jahr 2040 werden wir unseren Energiebedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen decken. Wir machen uns unabhängig von Energieimporten, stärken
langfristig unsere niedersächsische Wirtschaft – vor allem durch den massiven Ausbau von Windkraft und Solarenergie vor Ort.

* Windräder müssen konstruiert und gebaut werden. Photovoltaik muss wieder in
Niedersachsen entwickelt, montiert und gebaut werden. Es müssen neue Speichertechniken erfunden und neue Motoren gebaut werden.

* Wir werden klimafreundlich und werden neue Produkte herstellen, wir werden unabhängig von russischem Gas.

[Anm.: Und dann werden wird abhängig von wem und zu welchen Preisen?]

* Vor uns liegt ein Jahrzehnt der Transformation und Veränderung.

[Anm.: Siehe unten, „The Great Reset“]

* Niedersächsische Unternehmen demonstrieren bereits, wie Klimaschutz zu einem Wettbewerbsvorteil führen kann. Die Automobilindustrie steuert um in Richtung
Elektromobilität, die niedersächsische Stahlindustrie will Vorreiter bei grünem Stahl sein, die Chemieindustrie für klimaneutrale Produkte. Große Teile der niedersächsischen Wirtschaft nutzen grünen Strom und sie werden mit grünem Wasserstoff klimaneutrale Produkte herstellen. Niedersachsen ist führend beim Einsatz erneuerbarer Energien.

[Anm.: Die Elektromobilität wird politisch-propagandistisch und mit Subventionen für den Käufer vorangetrieben. E-Autos brauchen vor allem Strom, der verlässlich zur Verfügung steht. Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur gibt es nicht.]

* Unsere Vision ist, die Beschäftigten und Unternehmen in Niedersachsen, aber auch die breite Bevölkerung zu Gewinnern der Transformation zu machen. Bundesweit Vorreiter sind wir mit den Projekten der Kleinen und Großen Transformationslotsen. Diese gilt es zusammen mit den Sozialpartnern weiter auszurollen.

[Anm.: Wie sagte doch Altkanzler Helmut Schmid: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“]

* Gerade während der Corona-Pandemie ist Urlaub in Deutschland wieder beliebter geworden. Der Klimawandel führt zu einem Umdenken bei den Menschen: lieber mit der Bahn oder dem Elektroauto in den Harz, in die Heide oder an die Nordsee als mit dem Flieger in den Süden.

Der SPD-Entwurf als .pdf-Datei vollständig hier

Will die SPD die Grünen mit noch heißerer Luft überholen? Hat man in der Weilschen SPD in Niedersachsen überhaupt registriert, dass es nicht nur an der Küste enorme Proteste gegen die weitere Windkraftnutzung gibt und gab? Hat der Windanlagenhersteller Enercon aus Aurich am SPD-Programm mitgeschrieben? Hat die SPD bei Klaus Schwab (World Economic Forum, WEF) und der „Großen Transformation“ abgeschrieben – The Great Reset: „Ihr werdet nichts mehr besitzen – und glücklich sein“., der Neustart des Sozialismus durch die Hintertür? Bis zum Jahr 2040 alle Energie aus „Erneuerbaren“? Wirklich? Wer Gas (oder Öl) durch Wind- oder Sonnenenergie ersetzen will, ist ein  Scharlatan.

Der Anteil der Wind- und Solarenergie am Primärenergieverbrauch liegt bei ca. 5 Prozent. Auch hundertausend Windkraftanlagen liefern bei Schwachwind oder Flaute keinen Strom, null mal null ist null! Grafik: Bundeswirtschaftsministerium

Haben die SPD-Granden in Physik nicht aufgepasst?   Wind- und Solarenergie ist nicht grundlastfähig und kann Strom für Industrie und Haushalte nicht bedarfsgerecht bereitstellen, nur wenn der Wind ausreichend weht und die Sonne scheint. Dieser unregelmäßig eingespeiste Strom („Zappelstrom“) kann auch keine konstante und notwendige Netzfrequenz von 50 Hertz erzeugen. Nur Strom aus Wärmekraftwerken (Atom, Kohle oder Gas) ist grundlastfähig (aus Biogas- oder Wasserkraftwerken bedingt) und kann die stabile Netzfrequenz gewährleisten, wenn zu wenig oder zu viel Wind- oder Solarstrom eingespeist wird, die sog. „Regelenergie“, die am schnellsten mit Gaskraftwerken zur Verfügung steht.

Dunkelflaute

Bei „Dunkelflaute“, wenn kein Wind weht und es nachts dunkel ist, sind wir vollständig auf Wärmekraftwerke angewiesen. Wer mehr „Erneuerbare“ installieren will, muss also auf Gas als Regelenergie setzen, und Gas ist derzeit enorm teuer, eine selbstverschuldete Sanktionsfolge gegen Russland. Nur: Gas ist gar nicht sanktioniert, Deutschland verzichtet auf Druck der USA auf die Inbetriebnahme der Gasleitung Nordstram 2 und sanktioniert sich damit selbst.

Die Faustregel heißt: Für ein Megawatt installierte Leistung (Nennleistung) aus „Erneuerbaren“ muss ein Megawatt aus Wärmekraftwerken als Regelenergie bereitstehen. Ja, „Speichertechniken“ müssen erst noch „erfunden“ werden, wenn das im großtechnischen Bereich überhaupt möglich ist. Niemand würde ein Flugzeug besteigen, dessen Fahrwerk für eine sichere Landung erst noch während des Fluges erfunden werden muss.

Schnacker und Populisten

Bei der SPD, und nicht nur da, tummeln sich „Schnacker“, gerne auch Populisten genannt (wenn nicht sogar Demagogen), die auf der Klima-Zeitgeistwelle reiten, und die wollen uns tatsächlich regieren. Die haben nicht einmal gemerkt, dass die Energiewende zu 100 Prozent gescheitert ist. Warum reist wohl Wirtschaftsminister Habeck (Grüne) durch die Welt, um neue Gas- und Öllieferanten zu finden? Danke für die Warnung, SPD, für den unsäglichen realitätsfernen und mit Ideologie statt Vernunft durchtränkten Entwurf des Landesprogrammes für die Landtagswahl 2022. Werden wir dann dank SPD bis 2040 nichts mehr besitzen, oft im Dunkeln sitzen und frieren, aber glücklich sein? Es ist zum Gruseln.

Nachtrag:

Wahlplakat der Grünen zur nieders. Landtagswahl 2022

Die Grünen können es auch nicht, sie wollen tatsächlich Öl und Gas mit „Sonne und Wind“ ersetzen. Kaum zu glauben, aber nicht wenige Wähler werden es glauben…

 

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1 Antwort zu SPD-Programmentwurf für die Landtagswahl 2022: zum Gruseln

  1. Jürgen Lohs sagt:

    Und jetzt bitte noch diese SPD-Buchstabensuppe „Programmentwurf“ in „Leichter Sprache“ !!!

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