Frühling: ungeahnte Gewichte

Gespannmonster eines Lohnunternehmers zwängt sich durch den Brandshoff, Einmündung Feldweg.  Zulässiges Gesamtgewicht für die Straße: 6 t, Fahrzeuggewicht (voll beladen): 39 t! 23. März 2015

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!…

 reimte einst Eduard Mörike. Frühling auf dem Land erzeugt heutzutage ganz andere „Düfte“, es stinkt nach Gülle. Was mir auch stinkt: Dieses landwirtschaftliche Monstergespann, das die „wohlbekannten Düfte“, sprich Gülle aus der Massentierhaltung über das Land sprüht, wiegt voll beladen 39 t, leer 17 t. Die Straße dieser Wohnsiedlung, durch die sich dieses Ungetüm zwängt, ist für 6 t freigegeben. Weiterlesen

Es geht ins Geld: Straßenausbaubeitragssatzung

Screenshot (Bildzitat) von einer Facebook-Seite: „Dank“ an den Bürgermeister von Südbrookmerland, Friedrich Süßen (SPD)

In Holtgast arbeitet der Rat der Gemeinde an einer Straßenausbaubeitragssatzung, zu deutsch: Wenn Gemeindestraßen grundsaniert werden müssen, werden die Anlieger kräftigst zur Kasse gebeten. Da werden erhebliche Kosten fällig, 10.000 Euro sind noch wenig. Die Gemeinde muss diese Satzung nicht erlassen und die Anlieger zur Kasse bitten, sie kann das tun. Weiterlesen

Teurer Straßenausbau für die Anwohner: „Nützt ja nix“?

Brandshoff-Gewichtsbeschränkung 6t: Hier wird aber ständig mit bis zu 40 Gewichtstonnen durchgefahren, und an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält sich kaum jemand.

Der Rat der Gemeinde Holtgast will eine „Straßenausbaubeitragssatzung“ beschließen, das muss er nicht, das kann er, so das Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz. Anlieger sollen bei Straßenschäden zur Kasse gebeten werden, auch für Schäden, die sie gar nicht verursacht haben. Reparaturen sollen davon nicht betroffen sein, dafür aber die eventuell notwendig werdende Grundsanierung der Straßen. Systematisch werden in Holtgast einige Wohnstraßen durch schwerste landwirtschaftliche Güllegespanne zerfahren, dort, wo eigentlich eine 6t-Gewichtsbeschränkung gilt. Manchmal fahren diese Maschinenmonster tagelang durch die Wohnsiedlung, um auf die angrenzenden Ländereien zu kommen. Im Ortsteil Utgast donnern schwere Kieslaster von und zu einer nahegelegen Kiesgrube über den Strengeweg durch den Ort, gefährden die Anwohner und zerfahren die Straße. Weiterlesen

Kaputte Straßen durch Maschinenmonster

Zu schwer: Hier gelten 6t zulässiges Gesamtgewicht! Holtgast, Brandshoff

Übergewicht ist bekanntlich ungesund. Das trifft nicht nur für Menschen zu, sondern auch für Straßen, die für Schwerlastfahrzeuge nicht gebaut, aber dennoch intensiv genutzt werden. Die Rede ist von landwirtschaftlichen Fahrzeugen wie Zugmaschinen, Anhängern oder Mähdreschern. Moderne Güllegespanne z.B. erreichen heute ein Gesamtgewicht von bis zu 40 t (zum Vergleich: Der Kampfpanzer Leopard 1 wiegt 42,5 t). Die Zufahrtstraßen für diese Ungetüme sind nicht nur schmale landwirtschaftliche Wirtschaftswege, sondern sie führen auch durch Wohnsiedlungen, deren Straßen für Gewichte dieser Größenordnung nicht gebaut wurden. Weiterlesen