Stellungnahme zur geplanten Kiesgrubenerweiterung in Utgast/Gemeinde Holtgast

Der Wattenrat Ostfriesland hat eine Stellungnahme zum bergrechtlichen Planfeststellungsverfahren für die Erweiterung des Sandtagesbaus in Utgast an das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie geschickt. Die Stellungnahme des Wattenrates führt u.a. aus:

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„Schwarzbau„ Umgehungsstraße Bensersiel: Täter oder Opfer?

Foto: Pixabay

Bei den „Offiziellen“ der Stadt Esens ist man auch nach mehreren anderslautenden Gerichtsverfahren mehrheitlich immer noch der Ansicht, die Stadt sei Opfer des bösen Klägers und Landeigentümers, der sich erfolgreich gegen den zugrundeliegenden Bebauungsplan und seine Enteignung über das Oberverwaltungsgericht Lüneburg bis zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gewehrt hatte. Man kann durchaus den Eindruck gewinnen, dass die Ratsmehrheit und die Verwaltung der Stadt den Rest der Welt nur durch den Tunnelblick der eigenen Interessen wahrnimmt. Aktuell meldete sich der ehemalige Stadtdirektor Bernhard Thüer, Ehrenbürger der Stadt Esens, im Lokalblatt „Anzeiger für Harlingerland“ zu Wort, um seine Sicht der Dinge zu verbreiten, nicht als Leserbrief, sondern in einem redaktionellem Beitrag. Das wiederum rief den Landeigentümer und Kläger auf den Plan, der die Sicht von Herrn Thüer in der Zeitung zurechtrückte, wenn auch nur in indirekter Rede abgedruckt.

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Illegale Umgehungsstraße Bensersiel: der „schwarze“ Pastor und die „Moral“

Der literarische Mephisto als Skulptur in Leipzig

Im Anzeiger für Harlingerland vom 19. Jan. 2018 wurde ein Leserbrief zur Umgehungsstraße Bensersiel und „der Moral“ veröffentlicht, von einem ev.-luth. Pastor „in Ruhe“, man glaubt es kaum. Meine Erwiderung steht weiter unten.
Das Verwaltungsgericht Oldenburg urteilte übrigens am 22. November 2017 gegen die Stadt Esens, die die Umgehungsstraße nur halbherzig mit einfachen Verbotsschildern gesperrt hatte: „Das Gericht stellt die Rechtswidrigkeit der Ortsumgehung Bensersiel und des darauf stattfindenden öffentlichen Straßenverkehrs fest“.

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Rauchzeichen aus dem Windpark Utgast

Rauchzeichen aus Utgast, Mai 2017, Foto: privat

Im Windpark Utgast im Landkreis Wittmund wird derzeit „repowert“. Die abgängigen Tacke-Anlagen (TW-600) werden seit Monaten gegen die leistungsstärkeren – und lauteren – neuen Enercon E-70-Anlagen ausgetauscht. In der Bildmitte verabschiedet sich gerade eine Tacke mit schwarzem Rauch. Das alte Getriebeöl, das jahrelang aus Leckagen in den Turm gelaufen ist, entzündete sich bei den Schweißarbeiten am Stahlturm und wird hier gerade nicht ganz „fachgerecht“ entsorgt, mit dem weithin sichtbaren Rauchzeichen. Weiterlesen

Schilfmassaker im Schutzgebiet, Kraniche vertrieben

 

Kraniche bei der Balz auf einem Maisacker, im Hintergrund der Windpark Utgast, Holtgast, März 2014, Foto (C): Manfred Knake

Das Landschaftsschutzgebiet Leegmoor in Holtgast/LK Wittmund grenzt direkt an das Naturschutzgebiet Ochsenweide (Natura-2000-Gebiet, EU-Schutzgebiet) an. Seit einigen Jahren werden in diesem Bereich von Februar bis in den Sommer Kraniche gesehen und gehört; es liegt also ein Brutverdacht vor. Auch in diesem Jahr wurden aus den Überwinterungsgebieten zurückgekehrte Kraniche im Februar wieder aus dem Landschaftsschutzgebiet oder Naturschutzgebiet gehört. Die Vögel suchen sich sehr versteckte Brutplätze und reagieren empfindlich auf Störungen am Brutplatz. In diesem Jahr wurden mit schwerem Gerät Schilf- und Buschflächen in Richtung vermutetem Brutgebiet zurückgeschnitten, Schilf und Buschwerk großflächig entfernt.

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Darf der das?

Das Ende einer Linde… Foto (C): Manfred Knake

Darf der Knake das, einfach so eine alte Linde vor dem Giebel seines ebenfalls alten Hauses fällen lassen? Ja, er darf. Diese Linde wurde mit zwei anderen vor über hundert Jahren zur Entwässerung des Bodens dicht vor dem Haus gepflanzt, so machte man das damals. Alle paar Jahre wurden die Köpfe ausgelichtet. Bei den Stürmen im Januar fing der Baum bedenklich an zu schwanken, nur zwei Meter vom Giebel entfernt, die Standfestigkeit war dahin, der Giebel gefährdet. Weiterlesen

Holtgast, „berühmt“…

Windpark Utgast. Gemeinde Holtgast Foto (C): Insa Bock

In der Lokalzeitung „Anzeiger für Harlingerland“ aus Wittmund werden derzeit in lockerer Folge Orte aus dem Harlingerland vorgestellt. Den Anfang machte Holtgast Neu-Bürgermeister Gerhard Frerichs – auch freier Mitarbeiter der Zeitung- in einer Eloge auf den Ort mit dem Artikel vom 20. Januar 2017: „Lebendiger Tourismus und intaktes Landleben“ (Holtgast_20Jan2017_AZH). Nun ja, leblose Touristen verirren sich wohl kaum in den Ort. Und ob das Landleben tatsächlich noch „intakt“ ist, wie uns Bürgermeister Frerichs weismachen will, ist anzuzweifeln: Die Industrielandwirtschaft macht auch hier die Böden und Gewässer kaputt, es stinkt oft erbärmlich im Ort. Auf den maroden Zustand einiger Straßen im Ort durch überschwere landwirtschaftliche Fahrzeuge, die einige Straßen und Wirtschaftswege zerfahren haben, will ich hier nicht näher eingehen, und auch nicht auf die unnötige Eichen-Abholzaktion für das Neubaugebiet „Schoolpad“ im Mai 2015.

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Chronisches aus Moorweg: die Chronik und der BümS

Nach dem Einscannen des Buchtitels hat sich der Text merkwürdigerweise leicht verändert…

Holtgasts Nachbargemeinde Moorweg kann nun stolz eine Chronik vorweisen. „Heute ist ein Tag der Freude“, sagte Moorwegs Bürgermeister Jürgen Schröder vor rund 50 Interessierten in der Mehrzweckhalle Neugaude. „Die Chronik unserer Gemeinde Moorweg liegt vor“ zitiert ihn die Lokalzeitung „Anzeiger für Harlingerland“ am 21. Dezember 2016. Auch Jürgen Lohs, Einwohner von Moorweg, freute sich auf eine Rezension der Chronik, die er nachfolgend vorlegt.

Gemeinde Moorweg (Hrsg.): Moorweg, Verlag Enno Söker, Esens, 128 Seiten, 12.- Euro

Buchbesprechung

Chronik von Moorweg

von Jürgen Lohs

Selbstverständlich habe ich, als die Moorweger Chronik erschien, der Bitte gern entsprochen, diese zu rezensieren, handelt es sich doch um ein Juwel von Dorfgeschichte, das prähistorische Entwicklung und aktuelles Zeitgeschehen gleichermaßen lesefreundlich vereint. Weiterlesen

„Kampf um die Windräder“: ARD-Fernsehbeitrag mit Bildern aus Holtgast


Am 01. August 2016 wurde ein bemerkenswerter Beitrag der Report-Mainz-Redaktion des Südwestfunks im 1. Fernsehprogramm gesendet: „Kampf um die Windräder“ (s.o., bitte den Pfeil im Bild anklicken). In aller Deutlichkeit wurden die Verflechtungen der Windkraftwirtschaft mit Kommunalpolitikern und dem angeblichen Naturschutzverband BUND beleuchtet, bis hin zu einer organisierten Demo in Berlin für den unveränderten Erhalt der Subventionen aus dem  Erneuerbare Energien Gesetz. Dafür wurden gezielt Mitarbeiter der Herstellerfirmen Vestas und Enercon während der Arbeitszeit mit vielen Bussen nach Berlin gefahren. Weiterlesen

Windpark Utgast: Bericht im „Anzeiger für Harlingerland“ mit Lücken

Halbierter Mäusebussard im Windpark Utgast, Foto (C): Manfred Knake

Über das Repowering im Windpark Utgast wurde sowohl auf der WebSeite des Wattenrates Ostfriesland als auch hier im Holtgast-Blog ausführlich berichtet. Die Lokalpresse ignorierte diese Entwicklung bisher. So muss z.B. vor (!) der Genehmigung neuer Anlagen eine umfassende Flora-Fauna-Habitat-Verträglichkeitsprüfung (FFH-VP) mit den Auswirkungen auf das angrenzenden Vogelschutzgebiet stattfinden; der Erhaltungszustand darf sich nicht verschlechtern. Das schreibt das Bundesnaturschutzgesetz so vor. Die Untersuchungen im Auftrag der Investoren werden von einem Planungsbüro durchgeführt. Diese FFH-VP liegt in einem Umweltbericht des Büros Thalen-Consult in Neuenburg seit 2009 vor. Ob diese FFH-VP den tatsächlichen fachlichen Anforderungen entspricht, ist eine ganz andere Frage und kann durchaus bezweifelt werden. Weiterlesen