Corona: Abstimmung im Bundestag: „Fortbestehen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite“

„Querdenker“ Willy Brandt? Was ist bloß aus der SPD geworden?

Abstimmung zum Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD im Bundestag zur „Feststellung des Fortbestehens der epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ am 25. August 2021: Von den 709 Mitgliedern des Bundestages stimmten 325 für die „Beibehaltung der Epidemischen Lage von nationaler Tragweite“, 252 dagegen bei 5 Enthaltungen, 127 (!) Abgeordnete hatten anderweitig zu tun und waren abwesend. Der Bundestag hat derzeit 709 Abgeordnete, knapp 18 Prozent der Volksvertreter stimmten also nicht ab. Hätten sie dagegen gestimmt, wäre  das „Fortbestehen der epidemischen Lage“ vom Tisch und ein Stück Normalität wäre zurück. Nun können nach § 5 des Infektionsschutzgesetzes weitere Lockdowns verhängt sowie Grundrechte eingeschränkt werden. Die aktuellen Fallzahlen lassen allerdings keine „nationale Tragweite“ erkennen.

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Covid-19: Fragen an die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller (SPD)

Siemtje Moeller, SPD, Mitglied Deutscher Bundestag, MdB., Bildnachweis: Deutscher Bundestag/Thomas Koehler/photothek/Deutscher Bundestag

Es gibt die WebSeite abgeordnetenwatch.de: https://www.abgeordnetenwatch.de/

Dort kann man Parlamentarier oder Kandidaten befragen. Und man bekommt sogar Antworten. Ich habe am 18. April 2021die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller (SPD) aus unserem Wahlkreis 26 befragt – und eine Antwort (oder eine Antwort ohne wirkliche Antwort) erhalten. Das waren meine Fragen:

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Corona-Leugner(?): Ärzte unter Druck

Grafik: Pixabay

Die Lokalzeitung „Anzeiger für Harlingerland“ aus Wittmund trompetet seit Monaten laut mit im Panikorchester zur Corona-Pandemie. Auch die Pauke wird in diesem Konzert geschlagen, von einem Mediziner aus der Stadt Esens: Die Zeitung zitiert am 26. November 2020 den amtierenden Vorsitzenden der Kreisärzteschaft, Dr. Wolfram Nagel, der sich als Zuchtmeister gegen abtrünnige vorgebliche „Corona-Leugner“ unter seinen Berufskollegen in Szene setzen lässt.

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Im Untergrund von Holtgast

Feldweg in Holtgast, Blickrichtung Ost – Foto (C): Manfred Knake

Am Holtgaster Feldweg wird derzeit unübersehbar ein neues Entwässerungssystem durch Ausweitung des Grabensystems mit schwerem Gerät gebaut. Dabei fraß sich der Bagger in die tieferen Bodenschichten und macht sie sichtbar.

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Nachruf: Hans-Georg Funda verstorben

Hans-Georg Funda , 2002 – Foto (C): Manfred Knake

Elf Tage nach seinem 79. Geburtstag ist Hans-Georg Funda am 19. Oktober 2019 nach längerer Krankheit verstorben. Er hinterlässt seine Frau Jutta und eine Tochter. Hans-Georg-Funda wohnte in dem sehr alten Landhaus „Alte Küsterei“ im Hogeweg 1 in Holtgast. Das Grundstück, auf dem das Haus steht, gehörte zum Vorwerk des früheren Holtgaster Klosters Pansath. Hans-Georg Funda wurde in Ostpreußen in der Nähe von Königsberg geboren und wuchs kriegsbedingt in Duisburg auf. Hier lernte er den Beruf des Drogisten und Tierpräparators. Er arbeitet später zusammen mit seiner Ehefrau im Duisburger Zoo als Tierpfleger. Einige Jahre verbrachte er als Vogelwart auf der Insel Scharhörn. In den siebziger Jahren erwarb er das alte Haus in Holtgast. 1991 begann das Ehepaar Funda zusammen mit der Stadt Esens in Bensersiel das „Naturkundehaus“ einzurichten.

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Umgehungsstraße Bensersiel: Amtshaftung gefordert, endlich. Oder doch nicht?

Screenshot, generiert und abgerufen am 07. Sept. 2019

Man glaubt es kaum: Da fordert doch tatsächlich ein prominenter Esenser SPD-Politiker die Amtshaftung für seine Kollegen im Esenser Stadtrat. Durch die Abstimmung für die Planung und den bundesverwaltungsgerichtlich festgestellten illegalen Bau der Ortsumgehung Bensersiel, auch „kommunale Entlastungsstraße“ genannt, entstand dem Steuerzahler ein Schaden von fast 9 Million Euro, davon 5,4 Millionen Euro öffentliche Fördergelder, die womöglich auch zu unrecht gezahlt wurden.

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Kunst im Dorf

Gerd Planteur aus Holtgast in seinem Atelier – Foto: Manfred Knake

Das ist mein Nachbar Gerd Planteur, ein Universaltalent. Eigentlich ist er Elektriker, er kann aber fast alles. Er repariert Waschmaschinen, Küchenherde oder die Dachrinne, dafür mache ich seinen Computer wieder flott. Und er kann noch mehr, mag das aber eigentlich nicht an die große Glocke hängen.

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Insekten und Blühstreifen, weggemäht

Benser Tief, Blickrichtung Nord, 25. Mai 2019 – Foto (C): Manfred Knake

Das Insektensterben ist derzeit in aller Munde, so, als ob das ein ganz aktuelles Phänomen wäre. Ist es aber nicht, es spricht sich nun nach Jahren auch in den Medien herum. Vor allem die industrialisierte Landwirtschaft mit ihrem Herbizid- und Pestizideinsatz führte zum großflächigen Rückgang vieler Insektenarten.

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Wildsauereien

Holtgast, zwischen Birkenweg und Wald: Wildschweine pflügten das Grünland um. Dezember 2018 – Foto (C): Manfred Knake

Seit einigen Monaten treibt hier eine größere Rotte Wildschweine ihr Unwesen in der Region, auch in Holtgast. Nachdem nun die Maisäcker abgeerntet worden sind und sowohl Deckung als auch die üppige Maisnahrung fehlen, kommen die wilden Schweine in der Dämmerung aus dem schützenden Wald und wühlen im Grünland und sogar in Hausgärten nach Nahrung. Die Bejagung ist gar nicht so einfach, weil die Tiere mal hier und mal dort sind und dabei immer nur wenige Schweine geschossen werden. Spannend wird es im nächsten Jahr, wenn die Bachen weitere Frischlinge werfen und sich die Population noch einmal erhöhen wird. Der Wolf, der jetzt auch vereinzelt in Ostfriesland gesehen wurde, hat als einziger Fressfeind Respekt vor den wehrhaften Tieren. Da bleibt eigentlich nur die scharfe Bejagung der Wildschweine, leichter gesagt als getan.

Reiche Ernte

Ein kleiner Teil der Walnussernte 2018 – Foto (C): Manfred Knake

Den sehr warmen Sommer 2018 muss der 25 Jahre alte Walnussbaum in unserem Garten sehr genossen haben. Walnussbäume kommen in Europa natürlich nur im Mittelmeergebiet vor und mögen keine Spätfröste. Angeblich sollen die Römer die Walnussbäume nach der Besetzung Germaniens angepflanzt haben. In diesem Jahr also hat uns der Baum mit einer reichen Ernte beschenkt. Die vielen Nüsse werden im Haus zunächst gesäubert und dann einige Wochen lang getrocknet – dann wird geknackt.