„Gegenwind Utgast“ nicht mehr zu erreichen…

Repowerter Windpark Utgast (Ausschnitt), bis zu 600m an die Wohnbebauung, Foto: privat

…aber einiges wurde vor dem Vergessen „gerettet“.

In Utgast hatte sich eine Initiative zusammengefunden, die gegen die gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch die Auswirkungen des Rotorenlärms im repowerten Windpark Utgast, Gemeinde Holtgast, vorgehen will. Derzeit ist es still um die Initiative geworden, der Lärm mit dem tieffrequenten Schall indes geht weiter. Aus bisher unbekannten Gründen ist die WebSeite von „Gegenwind Utgast“ nicht mehr erreichbar. Da auf der WebSeite wesentliche Beiträge zur Lärmbelastung und zu einer anstehenden Klage eines Betroffenen veröffentlicht wurden, die nun nicht mehr abrufbar sind, werden hier auf der Holtgast-Ostfriesland-Seite einige, nicht alle, „geretteten“ Beiträge erneut veröffentlicht. Weiterlesen

Windkraft: Der Widerstand wächst

Sprecher der Bürgerinitiativen, Foto: privat

Sprecher der Bürgerinitiativen, Juni 2015, Foto: privat

Die nachfolgende Pressemitteilung der Windkraftbetroffenen aus Ostfriesland „schmort“ seit einigen Wochen unveröffentlicht in den Redaktionen einiger Lokalzeitungen und wurde bisher nicht veröffentlicht. Das wird hier nachgeholt. Auch in Neuschoo und in Fulkum im Landkreis Wittmund gärt es inzwischen gegen noch mehr Windkraftanlagen, sogar in Stedesdorf im Landkreis Wittmund, wo bei einer Ortsbevölkerung von 1600 Einwohnern 602 Einwohner Anteile an einem „Bürgerwindpark“ (3 von zehn Anlagen) gezeichnet haben. Darunter sind auch zahlreiche Ratsmitglieder mit Einlagen bis zu 160.000 Euro pro Person. Die identischen Ratsmitglieder und „Volksvertreter“ stimmten  für den Flächennutzungsplan für die Windkraftanlagen, an dessen Auswirkung sich sich also selbst bedienen (Zahlenquelle: Handelsregisterauszug Amtsgericht HRB 202058 mit der Komplementärliste, liegt der Presse vor). Wie heißt es so schön in einem Bericht in den ostfriesischen Tageszeitungen vom 04. Juli 2015: „Regionalzeitungen genießen Vertrauen“…Darüber lässt sich streiten! Weiterlesen

Windenergie Ochtersum(pf) und Umgebung: „Wohnnutzung wird aufgegeben“

10. Änderung des Flächennutzungsplans, Raum Ochtersum/Samtgemeinde Holtriem/Westerholt/LK Wittmund, Maßstab 1:10.000

Das ist der aktuelle Flächennutzungsplan der Samtgemeinde Holtriem (Westerholt, /LK Wittmund) für den Gemeindebereich Ochtersum. Hier sollen mindestens 14 riesige Windkraftanlagen von je über 180m Bauhöhe errichtet werden. Die Planungsfläche ist ca. 1,5 km lang und an der breitesten Stelle ca. 800m tief, sie grenzt bis zu 400m an die Wohnbebauung heran. Die Anlieger werden mit Sicherheit unter dem Lärm der Rotoren zu leiden haben, die Anlagen werden Tag und Nacht befeuert sein. Die Investoren der Windpark Norderland Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH (Johann Eisenhauer und Heinz Böttcher), die schon mehrere Windparks in der Region betreiben, dürfen auf weitere üppige Rendite hoffen, die ihnen überwiegend von allen Stromkunden mit der Zwangsabgabe aus dem Erneuerbare Energiengesetz gezahlt wird. Gekauft wurden bisher von der Windpark Norderland stets Anlagen des Herstellers Enercon aus Aurich, dessen Produktionsleiter Klaus Peters in Westerholt wohnt. Weiterlesen

Holz vor der Hüttn

Nein, mit „Holz vor der Hüttn“  sind nicht die prallen Dirndlfüller gemeint, hier geht es um richtiges Holz vor der Hüttn, Brennholz also. Das ist der Holzstapel eines Holzsammlers in Holtgast, nicht der einzige dieser Größe: derzeit mit 2,30m übermannshoch und ca. 5,00m breit, aber stetig weiter wachsend. Sein zweiter, noch größerer Stapel, steht hinter der Hecke. Tagelang karrte er seine Schätze zusammen. Der brave Mann muss sicher im Winter nicht frieren, und Holz wärmt ja bekanntlich dreimal: beim Schlagen, beim Zersägen und beim Verheizen. Weiterlesen

Die Insel des Lärms…die sich den Wolf mähen

Reinhard Mey: „Irgendein Depp mäht irgendwo immer….“

Holtgast ist ein kleiner Ort im Landkreis Wittmund im Ostfriesischen mit ca. 1800 Einwohnern, ohne ausgeprägtes Ortszentrum, einige Bauernhöfe, sonst überwiegend ein Wohn- und Schlafdorf mit Siedlungen. Holtgast wirbt mit dem Slogan „Ferienort an der ostfriesischen Nordseeküste“, die aber noch 4 Kilometer entfernt ist. Man wohnt in Holtgast überwiegend in Einfamilienhäusern mit mehr oder weniger großen Gärten. Und die sind gepflegt, sehr gepflegt bis überpflegt, ostfriesisch akkurat eben. Standard: kurze Rasen, Tujahecken und Blumen, die der Baumarkt anbietet. Kein Raum für Wildwuchs, auch Gänseblümchen und Löwenzahn haben in den Gärten kaum eine Chance… Weiterlesen